Veranstaltungsbericht: Buchpräsentation Cancel-Culture. Moralisierung und Anmaßung der Selbstgerechten“

Dienstag, 27. Jänner 2026, Buchhandlung Tyrolia, Stephansplatz 7, 1010 Wien

Die Buchpräsentation in der Tyrolia Buchhandlung war für das Institut die Bestätigung dafür, dass die Themensetzung der Publikation richtig gewählt war. Die Medienresonanz seit dem Erscheinen und auch die Anzahl der verkauften Bücher bringen das deutlich zum Ausdruck.

Das Thema Cancel-Culture interessiert ganz offensichtlich und fordert – je nach Sichtweise – zu Widerspruch oder zu Zustimmung heraus. Cancel-Culture ist ein Reizwort, an dem sich die Geister scheiden. Die einen praktizieren Cancel-Culture, und weisen entrüstet zurück, dass es sich dabei um eine Form der Zensur handelt – schließlich könnten nur Staaten Zensur ausüben. Die anderen – meist politisch eher konservativ oder rechts-bürgerlich sehen in Cancel-Culture eine große Gefahr für die Demokratie und verteidigen das freie Wort gegen die linke „Sprachpolizei“.

Das Buch des Vogelsang-Instituts nimmt das Phänomen Cancel-Culture zum Ausgangspunkt einer tiefergehenden Analyse. „Cancel-Culture“ prägte in unterschiedlichen Formen das politische und gesellschaftliche Leben in den meisten menschlichen Kulturen zu fast allen Zeiten. Dieses Buch versteht sich als Beitrag zur Stärkung der Demokratie.

Am Podium sprach Univ.-Prof. Dr. Franz Schausberger nicht nur als Herausgeber des Buches, sondern auch als früherer Politiker und gegenwärtiger  Präsident des Vogelsang-Institutes. Dr. Lothar Höbelt wiederum vertrat als Universitätsprofessor die Sichtweise, dass die Universität der Ort sein sollte, an dem alle Argumente und Quellen ihren Platz finden sollten.  Dadurch geriet er oftmals in die Kritik des linken Mainstreams.

Das Gespräch wurde von Dr. Hubert Nowak, langjähriger Moderator des ORF und Leiter des ORF-Landesstudios in Salzburg, moderiert.