40 Jahre Wissenschaftsauszeichnung

Der “Karl von Vogelsang-Staatspreis – Österreichischer Staatspreis für Geschichte der Gesellschaftswissenschaften” wurde von 1980 bis 2022 alle zwei Jahre durch den Bundesminister für Wissenschaft und Forschung verliehen.

Der Preis, der für besonders hervorragende Leistungen im Bereich der Geschichte der Gesellschaftswissenschaften verliehen wurde, war mit EUR 7.500,– dotiert. Darüber hinaus wurde ein mit EUR 2.000,– dotierter Förderungspreis vergeben. Der Karl von Vogelsang-Staatspreis genoss große internationale Anerkennung und Prestige, dementsprechend erfolgte die Nominierung der Kandidaten durch ein Mitglied der international besetzten Jury. Diese Jury war auch für die Auswahl der Arbeiten und der Preisträger verantwortlich.

Für zahlreiche österreichische und internationale Historiker bedeutete der Staatspreis einen besonderen Meilenstein in ihrer wissenschaftlichen Karriere. Für jüngere Wissenschafter war der Förderpreis wiederum ein wichtigen Impulsgeber für weitere Spitzenforschung und akademische Laufbahnen im Bereich der Geschichtswissenschaft.

Mit der Reform im Jahre 2022 veränderte sich der Preis grundlegend, der zufolge das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung den traditionsreichen Karl von Vogelsang-Staatspreis durch einen Österreichischen Staatspreis für Geschichtswissenschaften ersetzte. Fortan werden vier Kategorien ausgeschrieben (Hauptpreis für Geschichtswissenschaften, Staatspreis mit wechselnden Themenschwerpunkten, Nachwuchspreis und ein Preis für „Geschichte innovativ“). Auch dieser neue Österreichische Staatspreis für Geschichtswissenschaft wird alle zwei Jahre vergeben.

Die vierzigjährige Geschichte des Karl von Vogelsang-Staatspreises wird immer ein Teil der Geschichte des Vogelsang-Institutes bleiben. Folglich wollen wir an dieser Stelle mit Stolz und Freude an den Karl von Vogelsang-Staatspreis und an alle seine Preisträger erinnern.


Verleihung des Karl von Vogelsang-Staatspreises 2022 im Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung
am 29. April 2023

V.l.n.r.: Geschäftsführer des Vogelsang-Instituts, Dr. Johannes Schönner, Staatspreisträgerinnen Priv. Doz. Dr. Tamara Scheer und Univ.-Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Bundesminister Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek.

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Verleihung des Karl von Vogelsang-Staatspreises in der Aula der Wissenschaften am 16. Oktober 2020

V.l.n.r.: Elmar Pichl, Hannes Schönner, die beiden Preisträger Wolfgang Mueller und Patrick Svensson-Jajko, Kathleen Ordnung, Chefin des Protokolls und Arnold Suppan.


Verleihung des Karl von Vogelsang-Staatspreises im Palais Harrach am 11. April 2018

V.l.n.r: Laudator Prof. James Shedel (Georgetown-University), Geschäftsführer Doz. Dr. Helmut Wohnout, Karen und John Deak, Stllvertr. Vorsitzender des KvVI, Prof. Dieter A. Binder (Universität Graz und Andrassy Universität Budsapest).


Verleihung des Karl von Vogelsang-Staatspreises im Palais Harrach am 04. März 2016

V.l.n.r: Gerhard Pfeisinger, Staatspreisträger, Adam Kozuchowski, Förderpreisträger Richard Lein, Helmut Wohnout, James Shedel.


Verleihung des Karl von Vogelsang-Staatspreises im Palais Harrach am 25. April 2014

V.l.n.r: Priv.-Doz. Dr. Helmut Wohnout, Dr. Maximilian Graf,  Univ.-Prof. Dr. Evan Burr Bukey, Univ.-Prof. Dr. James Shedel und MinR Univ.Doz.Dr. Gerhard Pfeisinger.


Karl von Vogelsang-Staatspreisträger:

1980
Prälat Univ.-Prof. Dr. Franz Loidl

1981
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Mantl
Univ.-Prof. DDr. Alfred Klose
Univ.-Prof. Dr. Valentin Zsikovits

1982
Univ.-Prof. Dr. Maximilian Liebmann

1983
Univ.-Prof. Dr. Ernst Bruckmüller

1984
Prof. Ludwig Reichhold

1985
Univ.-Doz. Dr. Robert Kriechbaumer

1987
Univ.-Doz. Dr. Roman Sandgruber

1988
Univ.-Doz. Dr. Arnold Suppan

1989
Univ.-Doz. Dr. Dieter A. Binder

1990
Univ.-Prof. Dr. Helmut Rumpler

1991
Univ.-Prof. Dr. Horst Haselsteiner

1992
Univ.-Doz. Dr. Erwin Bader
Prof. Dr. Erich Leitner

Ab dem Jahre 1994 Neuregelung des Staatspreises: Vergabe des Preises alle zwei Jahre und Einführung des Förderpreises.

1994
Hauptpreis: Dr. Steven Beller
Förderungspreis: Mag. Dr. Brigitta Zaar

1996
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Ernst Hanisch
Förderungspreis: Mag. Dr. Michaela Kronthaler

1998
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Moritz Csaky
Förderungspreis: Mag. Dr. Klaus Hödl

2000
Hauptpreis: Univ. Prof. Dr. Gerald Stourzh
Förderungspreis: Mag. Dr. Hannelore Burger

2002
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Edward Timms
Förderungspreis: Mag. Dr. Johannes Feichtinger

2004
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Michael Gehler
Förderungspreis: Dr. Barbara Porpaczy

2006
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. John W. Boyer
Förderungspreis: Dr. Martin Kofler

2008
Hauptpreis: Ass.-Prof. Dr. Thomas Angerer
Förderungspreis: MMag. Dr. Michael Wladika

2010
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Pieter M. Judson
Förderungspreis: Dr. Elke Seefried

2012
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Larry Wolff
Förderungspreis: Dr. Ines Hopfer-Pfister

2014
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Evan Burr Bukey
Förderungspreis: Dr. Maximilian Graf

2016
Hauptpreis: Univ.-Prof. Dr. Adam Kozuchowski
Förderungspreis: Dr. Richard Lein

2018
Hauptpreis: Univ.-Prof. John Deak
Förderungspreis: Mag. Dr. Georg Hoffmann