{"id":2556,"date":"2020-05-13T11:31:36","date_gmt":"2020-05-13T09:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=2556"},"modified":"2020-05-13T11:36:27","modified_gmt":"2020-05-13T09:36:27","slug":"franz-schausberger-uebernimmt-karl-von-vogelsang-institut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=2556","title":{"rendered":"Franz Schausberger \u00fcbernimmt Karl von Vogelsang-Institut"},"content":{"rendered":"\n<p>Der Historiker und ehemalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger wird neuer ehrenamtlicher Pr\u00e4sident des Karl von Vogelsang-Instituts (KvVI), das sich der Erforschung der christlichen Demokratie in \u00d6sterreich widmet. Der bisherige Leiter, Helmut Wohnout, widmet sich voll seiner neuen Aufgabe als Generaldirektor des \u00d6sterreichischen Staatsarchivs. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer wird der Historiker und Archivar Johannes Sch\u00f6nner.<\/p>\n\n\n\n<p>Schausberger ist Universit\u00e4tsprofessor f\u00fcr Zeitgeschichte an der Universit\u00e4t Salzburg und gilt als einer der bekanntesten Zeithistoriker \u00d6sterreichs. Habilitiert hat er sich mit einer Arbeit \u00fcber die Nationalsozialisten in den \u00f6sterreichischen Landtagen. Mehrere Publikationen zur Geschichte der Ersten und Zweiten Republik finden sich in seiner Bibliographie.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Karl von Vogelsang-Institut forscht im Bereich der Zeitgeschichte und f\u00fchrt ein umfangreiches Archiv, darunter auch das Parteiarchiv der Volkspartei und Nachl\u00e4sse pr\u00e4gender Pers\u00f6nlichkeiten der Republik.<\/p>\n\n\n\n<p>Als ersten gro\u00dfen Schwerpunkt will Schausberger die neuen Chancen der Digitalisierung nutzen: \u201eMir liegt vor allem daran, eine Digitalisierungsoffensive mit unseren einzigartigen historischen Dokumenten und Archivalien zu starten, um Wissenschaftlern und historisch Interessierten ihre Arbeit zu erleichtern und damit zu einer Demokratisierung und \u00d6ffnung des Wissenschaftsbereichs beizutragen.&#8221;<\/p>\n\n\n\n<p>Das erste in dieser Form ver\u00f6ffentlichte Dokument wird der Verfassungsentwurf der Christlichsozialen Partei aus dem Mai 1919 sein. Dieser Entwurf gilt als wegweisend f\u00fcr Demokratie und F\u00f6deralismus in \u00d6sterreich. Erg\u00e4nzt wird er um originale Protokolle verschiedener Organisationen zur Verfassungsdiskussion. Folgen wird eine digitale Quellenedition &#8211; eine Sammlung historischer Dokumente &#8211; zur \u00f6sterreichischen Parteiengeschichte in der Zeit von 1945 bis 1953. Diese Sammlung wird \u00fcber 1.000 Seiten an bisher nicht ver\u00f6ffentlichten Dokumenten aus nicht allgemein zug\u00e4nglichen Best\u00e4nden enthalten. Erstmals werden diese originalen Quellen damit einer breiten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiteres neues Projekt wird eine &#8220;Erinnerungsdatenbank&#8221; sein. Das historische Schriftgut des Archivs soll so durch pers\u00f6nliche Lebenserinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erg\u00e4nzt werden. Der erste Aufruf zur Sammlung solcher Erinnerungen wird dem Thema \u201eMeine Erinnerungen an den Ostblock und den Eisernen Vorhang\u201c gewidmet.<\/p>\n\n\n\n<p>Beheimatet ist das Karl von Vogelsang-Institut am Campus der Politischen Akademie der Volkspartei. Politische-Akademie-Pr\u00e4sidentin Bettina Rausch gratuliert Schausberger zu seiner neuen Aufgabe und betont die Fortsetzung der guten Zusammenarbeit: &#8220;Die Politische Akademie ist das Wertezentrum der Volkspartei, wir pflegen die Wurzeln unserer Partei und unserer Weltanschauung. Die historische Kompetenz und das beeindruckende Archiv des Karl von Vogelsang-Instituts sind uns darin wichtige Quelle und Unterst\u00fctzung.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Historiker und ehemalige Salzburger Landeshauptmann Franz Schausberger wird neuer ehrenamtlicher Pr\u00e4sident des Karl von Vogelsang-Instituts (KvVI), das sich der Erforschung der christlichen Demokratie in \u00d6sterreich widmet. 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