{"id":4715,"date":"2026-04-16T14:20:01","date_gmt":"2026-04-16T12:20:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=4715"},"modified":"2026-04-16T14:20:02","modified_gmt":"2026-04-16T12:20:02","slug":"grete-rehor","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=4715","title":{"rendered":"Grete Rehor"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Leben von Grete Rehor, geboren am 30. Juni 1910 in Wien, war gepr\u00e4gt von katholischer Grundeinstellung und sozialem Einsatz. Fr\u00fche berufliche T\u00e4tigkeiten im textilverarbeitenden Bereich f\u00fchrten sie in den Nahbereich der Gewerkschaft und der Sozialpolitik. In der Gewerkschaft der Textil-, Bekleidungs- und Lederarbeiter lernte sie wichtige politische Weggef\u00e4hrten kennen, ebenso ihren sp\u00e4teren Mann, Karl Rehor. Im Jahre 1935 schlie\u00dflich heiratete sie und drei Jahre danach, 1938, kam Tochter Marielies zur Welt.<\/p>\n\n\n\n<p>Grete Rehor blieb trotz aller Tragik ihres Lebens \u2013 ihr Vater starb genauso wie ihr Mann im Krieg &#8211; den sozialen Aufgaben, die sie sich selbst stellte, unbeirrt treu. Obwohl nun alleinerziehende Mutter, fand sie Zeit und Kraft an politisch konspirativen Treffen fr\u00fcherer christlicher Gewerkschafter teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Zusammenbruch des NS-Regimes 1945 setzte Rehor als Sekret\u00e4rin der Gewerkschaft der Textilarbeiter ihre politische Arbeit fort. Dar\u00fcber hinaus wurde sie 1948 im \u00d6sterreichischen Gewerkschaftsbund (\u00d6GB) erste Vorsitzende-Stellvertreterin ihrer Fachgewerkschaft f\u00fcr die Fraktion christlicher Gewerkschafter. Nach der Nationalratswahl 1949 zog Grete Rehor in den Nationalrat ein, nachdem sie bereits zuvor erste weibliche Obmann-Stellvertreterin des \u00d6AAB geworden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Erfolg der \u00d6VP bei Nationalratswahl 1966 entschloss sich Bundeskanzler Josef Klaus zur Ernennung Grete Rehors zur Sozialministerien, die damit als erste Frau in \u00d6sterreich einem Ministerressort vorstand. Die Anliegen berufst\u00e4tiger Frauen waren ihr besonders wichtig und sie vertrat deren Interessen mit Nachdruck. Grete Rehor unterschied in ihrer Politik nicht zwischen \u201eFrauenpolitik\u201c und \u201eM\u00e4nnerpolitik\u201c. Obwohl sie nur eine Legislaturperiode im Amt war, setzte sie Meilensteile in der Sozialpolitik.<\/p>\n\n\n\n<p>Als gr\u00f6\u00dfter politischer Erfolg ihrer Amtszeit gilt mit Sicherheit der Abschluss 1968 des Arbeitsmarktf\u00f6rderungsgesetzes, welches sogar vom politischen Gegner als wichtige Markierung der \u00f6sterreichischen Sozialpolitik gew\u00fcrdigt worden war. Weitere Gesetzesinitiativen w\u00e4hrend ihrer Amtszeit umfassten unter anderem die Einf\u00fchrung einer Bauernpension, Pensionserh\u00f6hungen f\u00fcr Witwen, ein in Europa vorbildhaftes Lebensmittelgesetz und ein modernes Berufsausbildungsgesetz.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem Ende der \u00d6VP-Alleinregierung 1970 schied auch Grete Rehor aus allen staatlichen Funktionen aus. Einzig im Bundesvorstand des \u00d6GB blieb sie bis 1975, ebenso im Bundesvorstand des \u00d6AAB bis 1974.<\/p>\n\n\n\n<p>Anfang des Jahres 1987 verstarb Grete Rehor in Wien.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Im Jahr 2018 hat das Vogelsang Institut gemeinsam mit dem Campus Tivoli (vormals Politische Akademie der \u00d6VP) eine <a href=\"https:\/\/www.yumpu.com\/de\/embed\/view\/7twTQGPV5neRmJpi\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.yumpu.com\/de\/embed\/view\/7twTQGPV5neRmJpi\">Brosch\u00fcre <\/a>\u00fcber Grete Rehor herausgegeben.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Leben von Grete Rehor, geboren am 30. Juni 1910 in Wien, war gepr\u00e4gt von katholischer Grundeinstellung und sozialem Einsatz. Fr\u00fche berufliche T\u00e4tigkeiten im textilverarbeitenden Bereich f\u00fchrten sie in den &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4716,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4715"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4715"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4715\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4717,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4715\/revisions\/4717"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4716"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4715"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}