{"id":4557,"date":"2025-10-27T08:39:04","date_gmt":"2025-10-27T07:39:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=4557"},"modified":"2025-10-27T08:39:05","modified_gmt":"2025-10-27T07:39:05","slug":"hildegard-burjan-duplicate-1","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=4557","title":{"rendered":"G\u00fcnther Engelmayer"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der 1941 in Wien geborene Christgewerkschafter G\u00fcnther Engelmayer geh\u00f6rt zu jenen Pers\u00f6nlichkeiten, die aus eigener Initiative und mit herausragender Courage in der Zeit des Kalten Krieges Kontakte zu Dissidenten und Oppositionspolitiker in Osteuropa suchten. Als eine besondere Leistung gilt sein pers\u00f6nliches Nahe- und Freundschaftsverh\u00e4ltnis zu Lech Wa\u0142\u0119sa und zur polnischen Gewerkschaftsbewegung Solidarno\u015b\u0107 . Entgegen der offiziellen Haltung des \u00d6GB unter Pr\u00e4sident Anton Benya und der \u00f6sterreichischen Sozialdemokraten galten Engelmayers internationale Kooperationen der Unterst\u00fctzung aller nicht-kommunistischer Kr\u00e4fte im Osten. Als einer der ersten (Gewerkschafts-) Politiker aus Westeuropa versuchte er die kommunistischen Diktaturen durch die St\u00e4rkung der inneren Opposition herauszufordern.<\/p>\n\n\n\n<p><br>G\u00fcnther Engelmayer besuchte nach der Volksschule und eines Realgymnasiums in Wien das Technologisches Gewerbemuseums (TGM), an dem er 1961 die Matura ablegte. Im selben Jahr trat er in das Bundesamt f\u00fcr Eich- und Vermessungswesen ein, bildete sich auf den Gebieten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften im Rahmen der Verwaltungsakademie des Bundes fort und wurde 1967 in das Bundesministerium f\u00fcr Handel, Gewerbe und Industrie berufen. Hier arbeitete er zun\u00e4chst als Amtssachverst\u00e4ndiger und wurde 1973 zum Leiter des Referates f\u00fcr den Umweltschutz bestellt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Im Bereich der Gewerkschaft \u00d6ffentlicher Dienst seit den fr\u00fchen 1970er Jahren engagiert, avancierte Engelmayer 1980 zum Sekret\u00e4r des \u00d6sterreichischen Gewerkschaftsbundes und Bundessekret\u00e4r der Fraktion Christlicher Gewerkschafter (FCG), 1983 Pr\u00e4sidiumsmitglied des \u00d6sterreichischen Gewerkschaftsbundes. 1990 legte er seine Funktionen, in denen er unter anderem auch Kontakte zu Dissidenten und Oppositionellen im damaligen &#8220;Ostblock&#8221; kn\u00fcpfte und diese unterst\u00fctzte, aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden nieder. Zahlreiche \u201ejunge Demokratien\u201c in Osteuropa haben Engelmayer nach dem Fall des \u201eEiserenen Vorhangs\u201c besonders gew\u00fcrdigt und seine Verdienste hervorgehoben.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Nach der Gemeinderatswahl vom 24. April 1983 geh\u00f6rte Ministerialrat Ing. G\u00fcnther Engelmayer als \u00d6VP-Mandatar des Bezirkes Floridsdorf dem Wiener Gemeinderat bzw. Landtag an. Am 9. Dezember 1987 wurde er zum Stadtrat ohne Gesch\u00e4ftsbereich gew\u00e4hlt; diese Funktion bekleidete er bis zum 27. April 1990. Neben seinen gewerkschaftlichen und politischen Arbeitsbereichen hat sich der Floridsdorfer auch als Gewerkschaftsjournalist und leitender Redakteur des Gewerkschaftsorgans &#8220;Der \u00f6ffentlich Bedienstete&#8221; bet\u00e4tigt. Als solcher verfasste er zahlreiche Artikel und Publikationen \u00fcber den \u00f6ffentlichen Dienst. Einen gro\u00dfen Teil seines politischen Archivs und seiner Erinnerungen verwahrt das Karl von Vogelsang-Institut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 1941 in Wien geborene Christgewerkschafter G\u00fcnther Engelmayer geh\u00f6rt zu jenen Pers\u00f6nlichkeiten, die aus eigener Initiative und mit herausragender Courage in der Zeit des Kalten Krieges Kontakte zu Dissidenten und &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4557"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4557"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4557\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4558,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4557\/revisions\/4558"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4557"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}