{"id":1776,"date":"2019-05-02T14:35:30","date_gmt":"2019-05-02T12:35:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=1776"},"modified":"2019-05-23T21:27:27","modified_gmt":"2019-05-23T19:27:27","slug":"leopold-figl","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=1776","title":{"rendered":"Leopold Figl"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Leopold Figl<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Leopold Figl wurde\n1902 als drittes von neun Kindern einer Tullnerfelder Bauernfamilie geboren.\nSchon als Gymnasiast in St. P\u00f6lten und als Student an der Wiener Hochschule\n(heute Universit\u00e4t) f\u00fcr Bodenkultur der christlichsozialen Idee verbunden,\nwurde er 1927 Bauernbundsekret\u00e4r und 1933 Direktor des Nieder\u00f6sterreichischen\nBauernbundes. In der Folge stieg er zum Direktor des gesamt\u00f6sterreichischen\nReichsbauernbundes auf. Zwischen Oktober 1934 und M\u00e4rz 1938 geh\u00f6rte er dem\nBundeswirtschaftsrat, einem der mit der Verfassung 1934 eingerichteten\nvorberatenden Organe der Bundesgesetzgebung, an.<\/p>\n\n\n\n<p>Als\nprononcierter Gegner des Nationalsozialismus wurde er bereits am 12. M\u00e4rz 1938\nverhaftet und kam mit dem sogenannten \u201eersten Prominententransport\u201c am 1.&nbsp;April\n1938 in das Konzentrationslager Dachau. Infolge seines ungebrochenen\nBekenntnisses zu \u00d6sterreich erlitt er dort schwere Folterungen. 1943 aus dem\nKonzentrationslager entlassen, fand er in der Baufirma seines Freundes Julius\nRaab Besch\u00e4ftigung und begann gleichzeitig im Untergrund Vorbereitungen f\u00fcr die\nWiederrichtung des Bauernbundes zu treffen. Im Zuge der gro\u00dfen Verhaftungswelle\nnach dem gescheiterten Attentat auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 wurde er im\nOktober 1944 neuerlich verhaftet und in das Konzentrationslager Mauthausen\ngebracht. Ende J\u00e4nner 1945 wurde er ins Wiener Landesgericht verlegt, wo er \u2013\nwie zahlreiche seiner Mith\u00e4ftlinge \u2013 mit der Hinrichtung rechnen musste. Am 6.\nApril 1945 kam er unmittelbar vor der Einnahme der Stadt durch die Sowjets in\nFreiheit und begann in deren Auftrag die Lebensmittelversorgung Wiens zu\norganisieren. <\/p>\n\n\n\n<p>Am\n17.&nbsp;April 1945 z\u00e4hlte er zu den Gr\u00fcndern der \u00d6sterreichischen Volkspartei\nim Wiener Schottenstift. Figl geh\u00f6rte der am 27. April 1945 gebildeten Provisorischen\nStaatsregierung Renner als Staatssekret\u00e4r in der Staatskanzlei an, was der\nFunktion eines Vizekanzlers entsprach. Zugleich baute er die\nNieder\u00f6sterreichische Landesverwaltung auf und fungierte bis Herbst 1945 als\nLandeshauptmann. Im September 1945 wurde er Parteiobmann der \u00d6VP, f\u00fcr die er\nbei den ersten Nationalratswahlen vom 25. November 1945 die absolute Mehrheit\nerrang. Er bekleidete bis ins Fr\u00fchjahr 1953 das Amt des Bundeskanzlers und\nkehrte im Herbst desselben Jahres als Au\u00dfenminister in die Regierung zur\u00fcck.\nLeopold Figl war Mitglied der von Julius Raab, seinem Nachfolger als\nBundeskanzler, geleiteten Regierungsdelegation, die im April 1955 in Moskau den\nentscheidenden Durchbruch bei den Staatsvertragsverhandlungen erzielte. Am 15.\nMai 1955 unterzeichnete er \u00f6sterreichischerseits den Staatsvertrag. 1959 wurde\ner zum Pr\u00e4sidenten des Nationalrates gew\u00e4hlt. Von dieser Funktion wechselte er\n1962 neuerlich in seine Heimat Nieder\u00f6sterreich, wo er bis zu seinem Tod 1965\nLandeshauptmann blieb.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leopold Figl Leopold Figl wurde 1902 als drittes von neun Kindern einer Tullnerfelder Bauernfamilie geboren. Schon als Gymnasiast in St. P\u00f6lten und als Student an der Wiener Hochschule (heute Universit\u00e4t) &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1776"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1776"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1776\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1884,"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1776\/revisions\/1884"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1776"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}