{"id":4209,"date":"2024-08-07T11:49:13","date_gmt":"2024-08-07T09:49:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=4209"},"modified":"2025-07-08T11:46:12","modified_gmt":"2025-07-08T09:46:12","slug":"kurt-bauer-hitler-mussolini-dollfuss","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=4209","title":{"rendered":"Kurt Bauer: Hitler, Mussolini, Dollfu\u00df"},"content":{"rendered":"\n<p>Die gesamteurop\u00e4ische Entwicklung und der NS-Putsch vom 25. Juli 1934<\/p>\n\n\n\n<p>Die autorit\u00e4re Entwicklung in \u00d6sterreich hin zum sogenannten St\u00e4ndestaat ist das \u2013 nicht notwendige und unausweichliche, aber folgerichtige \u2013 Ergebnis der krisenhaften innenpolitischen Vorg\u00e4nge der Ersten Republik. Nicht weniger muss man zur Bewertung der Vorg\u00e4nge von 1933\/34 die au\u00dfenpolitische Entwicklung in den Blick nehmen. Das gilt vor allem auch f\u00fcr die Vorgeschichte und die Hintergr\u00fcnde des 25.&nbsp;Juli 1934, die man \u00fcberhaupt nur aus gesamteurop\u00e4ischer Perspektive verstehen kann. Der nachfolgende Beitrag wird kurz und notgedrungen unter Auslassung wesentlicher Details die Entwicklung skizzieren, die zum NS-Putschversuch und zum Tod des \u201eKanzlerdiktators\u201c Engelbert Dollfu\u00df f\u00fchrte.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Hitlers au\u00dfenpolitisches Konzept<\/h1>\n\n\n\n<p>In seinem auf sozialdarwinistisch-rassistischen Zwangsvorstellungen beruhendem au\u00dfen\u00adpolitischen Denken ging Hitler von zwei nat\u00fcrlichen B\u00fcndnispartnern in Europa aus: England und Italien. Hitlers \u00dcberzeugung nach lagen die Interessen Englands in \u00dcbersee und jene von Italien im Mittelmeerraum, w\u00e4hrend Deutschland sich nach Osten orientierte, um sich dort \u201eLebensraum\u201c zu schaffen. Aus diesem Grund m\u00fcsse es niemals, jetzt und in Zukunft, zu einem Konflikt Deutschlands mit Italien kommen. Frankreich dagegen, wie Italien auf das Mittelmeer ausgerichtet, sei dessen angeborener Feind. Es w\u00fcrde nicht davor zur\u00fcckschrecken, in der Abwehr italienischer Anspr\u00fcche durch ein geschicktes \u201eSystem von B\u00fcndnissen\u201c Italiens Handlungs\u00adspielraum einzuschr\u00e4nken. Italien k\u00f6nnte dann gezwungen sein, sich der franz\u00f6sischen Hegemonie unterzuordnen.<\/p>\n\n\n\n<p>In einer 1928 entstandenen, wohlweislich nicht ver\u00f6ffentlichten au\u00dfenpolitischen Programmschrift (\u201eHitlers Zweites Buch\u201c) hei\u00dft es: \u201eEs soll ein franz\u00f6sisches Staatensystem gebildet werden, das von Paris \u00fcber Warschau, Prag, Wien bis nach Belgrad reicht. Der Versuch, \u00d6sterreich in dieses System einzubeziehen, ist keineswegs so aussichtslos, als auf den ersten Blick scheinen mag.\u201c Denn Wien w\u00fcrde wegen seines \u201ekosmopolitischen Wesens\u201c prinzipiell zu Frankreich neigen. \u201eGelingt es Frankreich aber, \u00d6sterreich in die Kette seiner \u201aFreundschaft\u2018 einzuf\u00fcgen, dann wird Italien eines Tages zu einem Zweifrontenkrieg gezwungen sein, oder es wird einer wirklichen Vertretung der Interessen des italienischen Volkes eben doch wieder entsagen m\u00fcssen. In beiden F\u00e4llen besteht die Gefahr f\u00fcr Deutschland, dass ein m\u00f6glicher Bundes\u00adgenosse auf unabsehbare Zeit f\u00fcr Deutschland endg\u00fcltig ausscheidet und Frankreich damit immer mehr zum Herrn der Geschicke Europas wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Im Dezember 1932 schrieb Hitler, Deutschland st\u00fcnde \u201emitten in einer neuen Einkreisungs\u00adpolitik\u201c. Ein kommendes B\u00fcndnis zwischen Frankreich und Russland sei ebenso wahrscheinlich wie ein Pr\u00e4ventivkrieg Frankreichs gegen Deutschland, um dessen erfolgreiche Wiederaufr\u00fcstung rechtzeitig zu unterbinden. \u00c4hnliche Bef\u00fcrchtungen \u00e4u\u00dferte er in einer Geheimrede am 3.&nbsp;Februar 1933, in der der neue Reichskanzler Hitler der Reichswehrf\u00fchrung seine Aufr\u00fcstungs- und Expansionspl\u00e4ne f\u00fcr die kommenden Jahre offenherzig darlegte: \u201eWie soll pol. Macht, wenn sie gewonnen ist, gebraucht werden? Jetzt noch nicht zu sagen. Vielleicht Erk\u00e4mpfung neuer Export-M\u00f6gl., vielleicht \u2013 und wohl besser \u2013 Eroberung neuen Lebensraums im Osten u. dessen r\u00fccksichtslose Germanisierung. [\u2026] Gef\u00e4hrlichste Zeit ist die des Aufbaus der Wehrmacht. Da wird sich zeigen, ob Fr[ankreich] Staatsm\u00e4nner hat; wenn ja, wird es uns Zeit nicht lassen, sondern \u00fcber uns herfallen (vermutlich mit Ost-Trabanten).\u201c<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Au\u00dfenpolitische Entwicklungen 1933\/34<\/h1>\n\n\n\n<p>Im Oktober 1933 trat Nazideutschland aus dem V\u00f6lkerbund aus und schloss im J\u00e4nner 1934 in Umkehrung seiner bisherigen Ostpolitik einen Nichtangriffspakt mit Polen. Zudem wurde im Fr\u00fchjahr 1934 die Ausrichtung der deutschen Handelspolitik in Richtung S\u00fcdosteuropa und das Streben nach einem von Deutschland beherrschten mitteleurop\u00e4ischen Gro\u00dfraum deutlich sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 9.&nbsp;Februar 1934 wurde der 72-j\u00e4hrige Louis Barthou neuer Au\u00dfenminister in Frankreich. Er galt als Kenner und Freund deutscher Geisteskultur. Zugleich aber war er ein Hardliner, dem der Versailler Vertrag noch zu mild ausgefallen war. Er durchschaute Hitlers Absichten und sprach es \u00f6ffentlich unverbl\u00fcmt aus: Hitler spreche von Frieden, bereite aber den Krieg vor. In Reaktion auf die bisherige Entwicklung setzte Barthou energische Schritte zur Schaffung einer Eind\u00e4mmungsfront gegen Hitler. Er sorgte f\u00fcr eine Wiederbelebung der \u201eKleinen Entente\u201c, bestehend aus der Tschechoslowakei, Jugoslawien und Rum\u00e4nien (Frankreichs \u201eOst-Trabanten\u201c, wie Hitler sie genannt hatte). Und er intensivierte die franz\u00f6sische Ann\u00e4herung an die Sowjetunion, die bereits vor seiner Amtszeit begonnen hatte. Sein Ziel war ein Sicherheitspakt aller osteurop\u00e4ischen Staaten (\u201eOstpakt\u201c) und der Abschluss von Beistandspakten mit Moskau und Rom.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 17.&nbsp;Februar 1934 \u2013 unmittelbar nach dem Februaraufstand, der zur Ausschaltung der \u00f6sterreichischen Sozialdemokratie gef\u00fchrt hatte \u2013 sprachen sich England, Frankreich und Italien in einer Erkl\u00e4rung gegen deutsche Einmischungen und f\u00fcr die Aufrechterhaltung der \u00f6sterreichischen Unabh\u00e4ngigkeit aus. Einen Monat sp\u00e4ter, am 17.&nbsp;M\u00e4rz, wurden die \u201eR\u00f6mischen Protokolle\u201c unterzeichnet \u2013 ein B\u00fcndnis zwischen Italien, \u00d6sterreich und Ungarn, das nicht nur die franz\u00f6sischen Donauraumpl\u00e4ne, sondern auch die deutsche Expansion nach S\u00fcdosteuropa empfindlich st\u00f6rte. Die deutsche Devisenlage spitzte sich 1934 derartig zu, dass Reichsbankpr\u00e4sident Hjalmar Schacht im Juni s\u00e4mtliche Transferzahlungen ins Ausland aussetzen musste. Ein regelrechter Handelskrieg zwischen England und Deutschland schien Realit\u00e4t zu werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mitte 1934 musste Hitler die au\u00dfenpolitischen Entwicklungen f\u00fcr seine weitreichenden Pl\u00e4ne extrem bedrohlich finden. Deutschland, so schien es, war von Isolation, Einkreisung, wom\u00f6glich sogar einer milit\u00e4rischen Intervention Frankreichs bedroht. Diese konnte gelingen, war Hitler \u00fcberzeugt, sollte Paris es schaffen, Italien auf seine Seite zu ziehen \u2013 oder zu zwingen. So setzte er nun alles daran, mit Mussolini pers\u00f6nlich ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Nach einigem Hin und Her einigte man sich auf einen Besuch Hitlers bei Mussolini in Venedig f\u00fcr Mitte Juni.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Italiens Haltung<\/h1>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die italienische Politik galt der Kleinstaat \u00d6sterreich als Br\u00fcckenkopf in den Donauraum und zugleich als Bollwerk gegen Deutschland. Durch den Erhalt der \u00f6sterreichischen Unabh\u00e4ngigkeit sollte die gef\u00fcrchtete deutsche Hegemonie im zentraleurop\u00e4ischen Raum verhindert werden. Seit Ende der 1920er Jahre versuchte Mussolini, auf die \u00f6sterreichische Innenpolitik im faschistischen Sinn Einfluss zu nehmen. Mit betr\u00e4chtlichen finanziellen Mitteln f\u00f6rderte er die Heimwehrbewegung und ihre \u201ePutsch-Bestrebungen\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Engelbert Dollfu\u00df, seit Mai 1932 \u00f6sterreichischer Kanzler, verhielt sich vorerst abwartend und distanziert gegen\u00fcber Mussolini. Ab Ende des Jahres 1932 kam es, gef\u00f6rdert durch Ungarn, zu einer vorsichtigen Ann\u00e4herung. Und in der ersten Jahresh\u00e4lfte 1933 geriet Dollfu\u00df, der in der Zwickm\u00fchle zwischen Sozialdemokratie und Nationalsozialismus einen autorit\u00e4ren Kurs einschlug, immer st\u00e4rker in Mussolinis Fahrwasser. Mitte Juni 1933 wurde die NSDAP in \u00d6sterreich verboten. Ab dieser Zeit nahm der \u201eDuce\u201c massiv Einfluss auf die Vorg\u00e4nge in \u00d6sterreich und dr\u00e4ngte Dollfu\u00df in Richtung offener Diktatur. In dieser Phase waren es vor allem die immer brutaler werdenden Terroraktionen verbotenen Nationalsozialisten, die das Verh\u00e4ltnis zwischen Mussolini und Hitler nachhaltig tr\u00fcbten. Sollte das Dollfu\u00df-Regime fallen, f\u00fcrchtete Mussolini, st\u00fcnde Deutschland der Weg nach S\u00fcdosten offen und Italien k\u00f6nnte vom Balkan verdr\u00e4ngt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde kann man in der italienischen Au\u00dfenpolitik jener Jahre von einer Frontstellung zwischen einer pro-\u00f6sterreichischen (und damit auch pro-franz\u00f6sischen) und einer pro-deutschen Richtung ausgehen. Beide Seiten rangen darum, bei Mussolini Geh\u00f6r zu finden. Der aus Triest stammende Alt-\u00d6sterreicher Fulvio Suvich, der als Unterstaatssekret\u00e4r des \u00c4u\u00dferen fungierte, stand f\u00fcr die eine, Mussolinis Schwiegersohn und Pressesprecher Galeazzo Ciano f\u00fcr die andere Richtung. Ciano trat offen f\u00fcr ein B\u00fcndnis mit NS-Deutschland und eine Abkehr von Frankreich ein. Seine Ernennung zum Au\u00dfenminister im Juni 1936 sollte schlie\u00dflich den Wechsel von einer auf Frankreich und England zu einer auf Deutschland ausgerichteten Au\u00dfenpolitik markieren.<\/p>\n\n\n\n<p>So weit war es 1934 noch lange nicht. Seit Anfang des Jahres tobte eine heftige, ganz offensichtlich von Deutschland aus gesteuerte NS-Terrorwelle in \u00d6sterreich, die das deutsch-italienische Verh\u00e4ltnis schwer belastete. In den ersten Juniwochen erreichte die Gewaltwelle einen markanten H\u00f6hepunkt. Als in dieser Situation das unmittelbar bevorstehende Treffen zwischen Mussolini und Hitler bekannt wurde, l\u00f6ste das im Dollfu\u00df-Regime regelrecht Alarm aus. Man bef\u00fcrchtete, Mussolini k\u00f6nnte in der \u00d6sterreich-Frage Hitler substanzielle Zugest\u00e4ndnisse machen. \u00d6sterreichs Gesandter Anton Rintelen wurde zu Suvich geschickt, um mit dem Verweis auf die Situation in \u00d6sterreich eine Absage zu erwirken. Damit stie\u00df man in Rom freilich auf taube Ohren.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Das Treffen von Venedig und die Reaktionen darauf<\/h1>\n\n\n\n<p>Von M\u00fcnchen kommend traf Hitler samt Gefolge am Vormittag des 14.&nbsp;Juni 1934 mit seiner Junkers D-2600 auf dem Flughafen San Nicol\u00f2 bei Venedig ein. Mussolini war zum Empfang in vollem Wichs eines italienischen Generals erschienen. Hitler trug dagegen Zivil.<\/p>\n\n\n\n<p>Bald nach dem Empfang fuhr man von Venedig in einem nahen Padua gelegenen Ort namens Stra. Etwas l\u00e4nger als zwei Stunden f\u00fchrten Mussolini und Hitler, im weitl\u00e4ufigen Park der Villa Pisani auf- und abgehend, ein erstes Gespr\u00e4ch. Man unterhielt sich unter vier Augen, ohne Dolmetscher. Mussolini sprach Deutsch. Danach ging es zur\u00fcck nach Venedig, wo man das \u00fcbliche Rahmenprogramm derartiger Treffen absolvierte. Am Vormittag des 15.&nbsp;Juni gab es einen gro\u00dfen Aufmarsch faschistischer Verb\u00e4nde auf dem Markusplatz. Nach dem Mittagessen fand am Lido ein zweites Vieraugengespr\u00e4ch statt. Es folgte eine gro\u00dfe Rede Mussolinis, wiederum auf dem Markusplatz. Am Morgen des 16.&nbsp;Juni flog Hitler nach Deutschland zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber die Ergebnisse der Unterredungen gab es offiziell nur nichtssagende Kommuniqu\u00e9s: Die Staatsm\u00e4nner h\u00e4tten in gro\u00dfen Z\u00fcgen die politische Lage besprochen und dabei weitgehend \u00fcbereingestimmt. Feste Abmachungen seien von vornherein nicht geplant gewesen und auch nicht getroffen worden. Weitere pers\u00f6nliche Kontakte seien w\u00fcnschenswert.<\/p>\n\n\n\n<p>Die internationale Presse schwirrte von Ger\u00fcchten. Es hie\u00df, Mussolini habe Hitler in der \u00d6sterreich-Frage substanzielle Zugest\u00e4ndnisse gemacht und diesem gegen eine Bekr\u00e4ftigung des Anschlussverbotes die Ausschreibung von Neuwahlen und eine ihrer St\u00e4rke entsprechende Regierungsbeteiligung der NSDAP zugestanden. In der Baseler \u201eNational-Zeitung\u201c hie\u00df es beispielsweise: \u201eEs wird versichert, dass Italien den \u00f6sterreichischen Bundeskanzler ersuchen werde, Neuwahlen vorzunehmen. \u00dcber diesen Punkt wei\u00df man nichts Genaues, doch glaubt man, dass solche Wahlen im Herbst stattfinden werden. Aus glaubw\u00fcrdiger Quelle erf\u00e4hrt man, dass Hitler sich verpflichtet haben soll, auf den Anschluss zu verzichten [\u2026].\u201c Das NSDAP-Parteiblatt \u201eV\u00f6lkische Beobachter\u201c deutete am 17.&nbsp;Juni 1934 nichts weniger als den bevorstehenden v\u00f6lligen Umbau der \u00f6sterreichischen Regierung und die Bildung eines Kabinetts Rintelen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Was war tats\u00e4chlich besprochen und vereinbart worden? Wie die Akten zeigen, herrschte auf diplomatischer Ebene erstaunliche Unklarheit dar\u00fcber. So etwa meldete der deutsche Botschafter aus Rom: Es herrsche eine gewisse \u201eMeinungsdivergenz\u201c bez\u00fcglich des Gespr\u00e4chs\u00adergebnisses. Im italienischen Au\u00dfenministerium seien Aufzeichnungen \u00fcber den Verlauf der beiden Unterredungen nicht vorhanden. Mussolini habe seine Umgebung nur m\u00fcndlich knapp \u00fcber die wesentlichsten Punkte unterrichtet. \u201eAbreden im engeren Sinne\u201c seien nicht getroffen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Hitler hatte seine eigene Sicht der Dinge. N\u00e4heres erfahren wir aus dem Goebbels-Tagebuch, einer unsch\u00e4tzbaren Quelle zum Verst\u00e4ndnis der Hintergr\u00fcnde des Juliputsches. Der Propagandaminister traf am 17.&nbsp;Juni auf einen geradezu euphorischen Hitler. Er notierte in sein Tagebuch: \u201eMittags der F\u00fchrer. [\u2026] Erz\u00e4hlt von Venedig. Mussolini von ganz gro\u00dfem Eindruck auf ihn. Beide haben sich freundschaftlichst ausgesprochen. [\u2026]\u201c Der erste und wichtigste Punkt der Unterredung mit Mussolini sei \u00d6sterreich gewesen. Das Ergebnis: \u201eDollfu\u00df weg! Neuwahlen unter einem neutralen Vertrauensmann. Einfluss der Nazis nach Stimmenzahl. Wirtschaftsfragen werden von Rom und Berlin gemeinsam erledigt. Beide einverstanden. Wird Dollfu\u00df mitgeteilt werden.\u201c \u00c4hnliches l\u00e4sst sich anderen Quellen, etwas dem Tagebuch von Alfred Rosenberg, entnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie lassen sich die Auffassungsunterschiede \u00fcber die Gespr\u00e4chsergebnisse zwischen Deutschen und Italienern erkl\u00e4ren? Was hatten Hitler und Mussolini tats\u00e4chlich vereinbart? \u2013 Zur Erinnerung: Die beiden Diktatoren hatten ohne Zeugen oder Dolmetscher unter vier Augen miteinander gesprochen, und zwar auf Deutsch. Es gibt eine Reihe substanzieller Hinweise, dass der eitle \u201eDuce\u201c seine Deutschkenntnisse weit \u00fcbersch\u00e4tzte. Und hier mag die Ursache der erw\u00e4hnten \u201eMeinungsdivergenz\u201c zu suchen sein: Mussolini hatte Hitler w\u00e4hrend des Gespr\u00e4chs offensichtlich nicht in allen Details zu folgen vermocht, aber auch keinen Dolmetscher beiziehen wollen. Aus den Erinnerungen von Hitlers pers\u00f6nlichem Adjutanten Fritz Wiedemanns, der ihn 1934 auf seiner Italien-Reise begleitet hatte, geht hervor, dass es beim Gespr\u00e4ch im Park der Villa Pisani zu betr\u00e4chtlichen Missverst\u00e4ndnissen und Auffassungsunterscheiden kam, die auf Mussolinis mangelhaften Deutschkenntnissen zur\u00fcckzuf\u00fchren waren.<\/p>\n\n\n\n<p>In der unklaren Situation nach der \u201eVenediger Entrevue\u201c hielt Dollfu\u00df es f\u00fcr angebracht, sowohl Mussolini als auch Hitler zu signalisieren, dass es f\u00fcr \u00d6sterreich noch eine andere Option gab, die weder Italien noch Deutschland im Donauraum recht sein konnte. Sie lautete: st\u00e4rkere Anlehnung an Frankreich, der zum damaligen Zeitpunkt st\u00e4rksten Milit\u00e4r- und Kapitalmacht des europ\u00e4ischen Kontinents. Am Abend des 19.&nbsp;Juni gab es f\u00fcr Frankreichs Au\u00dfenminister Barthou auf einer Bahnreise nach Bukarest einen kurzen Zwischenaufenthalt am Wiener Westbahnhof. Bei dieser Gelegenheit machte Kanzler Dollfu\u00df Minister Barthou seine Aufwartung und f\u00fchrte ein ungef\u00e4hr halbst\u00fcndiges Gespr\u00e4ch mit ihm. Das Zusammen\u00adtreffen f\u00fchrte zu einem konkreten Ergebnis, n\u00e4mlich einer Einladung an den \u00f6sterreichischen Bundeskanzler zu einem Besuch in Paris f\u00fcr September.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war nicht die erste au\u00dfenpolitisch brisante Einladung die Dollfu\u00df im Juni erhielt. Mussolini hatte schon vor dem Treffen mit Hitler eine Einladung an Dollfu\u00df ausgesprochen: Dieser m\u00f6ge ihn samt Familie im Hochsommer besuchen und einige Tage in seinem Feriendomizil Riccione an der oberen Adria zu Gast sein. Dollfu\u00df, hocherfreut, nahm dankend an. Die Begegnung wurde f\u00fcr Ende Juli fixiert.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Vorbereitungen und Planungen<\/h1>\n\n\n\n<p>Gut eine Woche nach seiner Italien-Reise war Hitler zweierlei bewusst geworden: Erstens, es gab in Italien Kr\u00e4fte, die die Zugest\u00e4ndnisse in Bezug auf \u00d6sterreich, die er in seinem Gespr\u00e4ch mit Mussolini erhalten hatte (oder erhalten zu haben glaubte), abschw\u00e4chen und zunichte machen wollten. Zweitens, die angek\u00fcndigten Auslandsreisen des \u00f6sterreichischen Kanzlers konnten sich au\u00dfenpolitisch extrem ung\u00fcnstig auswirken. Was, wenn Mussolini sich von Dollfu\u00df wieder \u201eumdrehen\u201c lie\u00df? Lag es in dieser Situation nicht nahe, den Treffen von Riccione und Paris zuvorzukommen und mit Brachialgewalt die gew\u00fcnschte \u00c4nderung der politischen Verh\u00e4ltnisse in \u00d6sterreich zu erzwingen?<\/p>\n\n\n\n<p>Folgerichtig begannen ab nun die konkreten Putschvorbereitungen zu laufen. Am 25. Juni fand in Z\u00fcrich das erste, grundlegenden Treffen der vorgesehenen F\u00fchrer des Putsches \u2013 Rudolf Weyden\u00adhammer, Otto Gustav W\u00e4chter und Fridolin Glass \u2013 mit dem zuvor von Hitler instruierten F\u00fchrer der \u00f6sterreichischen Nazis Theo Habicht statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit gr\u00f6\u00dfter Wahrscheinlichkeit fasste Hitler den Beschluss f\u00fcr den Putsch gegen Dollfu\u00df zur selben Zeit wie f\u00fcr die Aktion gegen die SA-F\u00fchrung um Ernst R\u00f6hm. (Dieser beabsichtigte, die SA mit ihren rund viereinhalb Millionen Mitgliedern in eine Art Miliz- oder Volksheer umzuwandeln und der Reichswehr nur die Agenden der Ausbildung zu lassen, was bei den nationalkonservativen Partnern Hitlers auf entschiedene Ablehnung stie\u00df.) Der innere Zusammenhang der Entscheidungen, die Hitler in der Woche nach Venedig f\u00e4llte, ist jedenfalls auffallend. Es ging in beiden F\u00e4llen um die Sicherung von Hitlers langfristigen politischen Zielen: Aufr\u00fcstung, Wiedererringung der milit\u00e4rischen St\u00e4rke, Erlangung der Hegemonie in Zentraleuropa, Kampf um \u201eLebensraum\u201c im Osten. Dazu brauchte Hitler erstens eine professionell gef\u00fchrte, disziplinierte Wehrmacht, keine SA-Miliz, und zweitens ben\u00f6tigte er Verb\u00fcndete, in erster Linie Italien. Wenn es gelang, den St\u00f6rfaktor \u00d6sterreich durch eine Gleichschaltung zu neutralisieren, war das in Hitlers Augen einzige echte Hindernis f\u00fcr ein B\u00fcndnis Deutschlands mit Italien aus dem Weg ger\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie sollte der Putsch konkret ablaufen? Der Plan, die \u00f6sterreichische Regierung w\u00e4hrend einer Ministerratssitzung durch einen Handstreich gefangen zu nehmen und auf diese Art einen Regierungswechsel zu erzwingen, war bereits im Sommer 1933 von NS-Parteig\u00e4ngern in Kreisen der Wiener Polizei entwickelt worden. Integraler Bestandteil des Putschplanes war es zudem, dass die illegale SA auf lokaler und regionaler Ebene \u201espontan\u201c in Aktion treten und die \u00d6sterreichische Legion (eine SA-Truppe, die in Deutschland aus NS-Fl\u00fcchtlingen gebildet worden war) \u00fcber die \u00f6sterreichische Grenze vordringen sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde handelte es sich um die Umsetzung der Vorstellungen, die Hitler im Vieraugengespr\u00e4ch mit Mussolini in Stra entwickelt hatte: R\u00fccktritt der \u00f6sterreichischen Regierung, Einsetzung eines NS-freundlichen Christlichsozialen \u2013 immer wieder wurde schon im Vorfeld der Name Anton Rinteln lanciert \u2013, Beteiligung der Nationalsozialisten an der neuen Regierung, Durchf\u00fchrung von Neuwahlen, Zusammensetzung der neuen Regierung auf Basis der Wahlergebnisse. Wichtig: Von einem Anschluss \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich sollte vorl\u00e4ufig keine Rede sein. Hitler strebte vorerst die \u201eGleichschaltung\u201c des formell unabh\u00e4ngig bleibenden Nachbarlandes an. Damit, so meinte er, w\u00e4re der einzige Konfliktpunkt mit Italien \u2013 n\u00e4mlich die \u00d6sterreich-Frage \u2013 bereinigt, und einer engen Zusammenarbeit der beiden Staaten st\u00fcnde nichts im Wege. Solcherart gest\u00e4rkt und gesichert wollte er seine Aufr\u00fcstungspolitik weiter betreiben. Die Frage des Anschlusses \u00d6sterreichs an das Deutsche Reich, der f\u00fcr ihn au\u00dfer Frage stand, w\u00fcrde zur gegebenen Zeit gel\u00f6st werden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcbrigens deutet nichts darauf hin, dass die Nationalsozialisten beabsichtigt h\u00e4tten, Bundeskanzler Dollfu\u00df zu ermorden. Vielmehr wollte man ihn \u201ein Ehren kaltstellen\u201c und auf einen Ehrenposten abschieben, zum Beispiel als Gesandten in den Vatikan.<\/p>\n\n\n\n<p>Am 30. Juni 1934 kam es in Deutschland zu den blutigen Vorg\u00e4ngen, die als \u201eR\u00f6hm-Putsch\u201c bekannt sind, bei denen es sich aber in Wahrheit um einen Schlag Hitlers gegen den m\u00e4chtigen SA-Stabschef Ernst R\u00f6hm, dessen F\u00fchrungsclique in der SA und gegen nationalkonservative Oppositionelle handelte. W\u00e4hrenddessen hielt der NS-Terror in \u00d6sterreich unvermindert an, ebenso liefen die Putschvorbereitungen weiter. Endg\u00fcltig gr\u00fcnes Licht gab Hitler am Sonntag, dem 22.&nbsp;Juli 1934 bei einer Besprechung in Bayreuth, wo er zu den Festspielen weilte.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">Der gescheiterte Putsch und seine Folgen<\/h1>\n\n\n\n<p>Als Stichtag des Putsches war der 24.&nbsp;Juli 1934 festgelegt worden. An diesem Tag sollte die letzte Regierungssitzung vor der Sommerpause und der Reise des Kanzlers Dollfu\u00df nach Italien stattfinden. Dass sich Dollfu\u00df an diesem Dienstagnachmittag, schon halb in Urlaubslaune, spontan dazu entschloss, die Sitzung um einen Tag zu verschieben, f\u00fchrte letztlich dazu, dass das ganze Unternehmen scheiterte. Zwar konnten die Putschf\u00fchrer die bereits anlaufende Aktion noch im letzten Moment stoppen. Aber einer der Polizisten, die sich am Putsch beteiligen sollten, ein Revierinspektor der Wiener Sicherheitswache, bekam \u00fcber Nacht Skrupel. Er verriet die ganze Sache am n\u00e4chsten Tag, Mittwoch, den 25.&nbsp;Juli 1934, an die Heimwehr. Die Warnung wurde nicht so recht ernst genommen und gelangte erst mit Versp\u00e4tung zum Bundeskanzler. Dieser \u2013 selbst \u00e4u\u00dferst skeptisch \u2013 unterbrach die bereits angelaufene Sitzung, schickte die Minister in ihre \u00c4mter, blieb aber gemeinsam mit den f\u00fcr Sicherheit zust\u00e4ndigen Regierungsmitgliedern Fey und Karwinsky im Kanzleramt zur\u00fcck. Abwehrma\u00dfnahmen gegen die sich sammelnden Putschisten scheiterten unter oft grotesken Umst\u00e4nden. Auch den Putschisten unterliefen einige absurde Fehlleistungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwar gelang den rund 150 Angeh\u00f6rigen der SS-Standarte 89, verkleidet mit Uniformen des Bundesheeres, kurz vor 13 Uhr die Besetzung des Bundeskanzleramtes. Bei der Gefangennahme Dollfu\u00df\u2019 kam es \u2013 vermutlich \u2013 zu einem Handgemenge, bei dem sich aus der Pistole eines Putschisten ohne Absicht ein Schuss l\u00f6ste, der den Kanzler so ungl\u00fccklich traf, dass dieser zweieinhalb Stunden sp\u00e4ter seiner Verletzung erlag. Der genaue Hergang wurde nie gekl\u00e4rt, denn in Wahrheit bestand im sich unter Schuschnigg neuformierenden St\u00e4ndestaats-Regime gar kein Interesse an einer eingehenden Untersuchung der Todesumst\u00e4nde. Derartige kriminalistische Erhebungen h\u00e4tten die noch am Abend des 25. Juli 1934 aus Gr\u00fcnden der Staatsr\u00e4son in die Welt gesetzte These vom gezielten Mord nur untergraben k\u00f6nnen. Eine gezielte Ermordung Dollfu\u00df\u2019 durch die Nationalsozialisten ist allerdings auszuschlie\u00dfen. Der Tod der wichtigsten Geisel trug vielmehr entscheidend zum Scheitern des Putsches bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon am Abend ergaben sich die Putschisten. Die Besetzer der Rundfunkanstalt Ravag hatten bereits einigen Stunden vorher aufgegeben. Auch der SA-Aufstand, der schon am Nachmittag des 25. Juli in der Steiermark einsetzte und in den Folgetagen auf K\u00e4rnten sowie Teil Ober\u00f6sterreichs und Salzburgs \u00fcbersprang, scheiterte. Die Opferbilanz war verheerend: Rund 230 Personen auf Seiten beider Kampfparteien und unter Unbeteiligten kamen ums Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>Hitler harrte mit seinem Gefolge in Bayreuth aus und erwartete unter Bangen und Hoffen Nachrichten aus Wien \u2013 die nur sp\u00e4rlich eintrafen. Mussolini, der die Ehefrau und Kinder des get\u00f6teten \u00f6sterreichischen Kanzlers bei sich in Riccione zu Gast hatte, erteilte noch am Abend den Befehl, zwei Divisionen der italienischen Armee Richtung \u00f6sterreichische Grenze in Bewegung zu setzen. Das war ein \u00fcberdeutliche Drohgeste an Hitler, der mit einer solchen Reaktion nach der Besprechung von Stra nicht gerechnet hatte und aus allen Wolken fiel. Einige Tage lang herrschte in Hitlers Hauptquartier regelrecht Panik, dass die Italiener aus dem S\u00fcden und die Franzosen aus dem Westen im Deutschen Reich einfallen k\u00f6nnten. Dem h\u00e4tte die Reichswehr zum damaligen Zeitpunkt noch nichts entgegenzusetzen gehabt. Aber vor einem mutigen Pr\u00e4ventivschlag gegen Hitler schreckten die europ\u00e4ischen Gro\u00dfm\u00e4chte zur\u00fcck \u2013 nicht zum letzten Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>Hitler reagierte auf das Desaster, f\u00fcr das er letztlich die Verantwortung trug, geschickt. Er tat alles, um alle Spuren zu verwischen, die zum ihm als eigentlichen Ausl\u00f6ser des Putsches f\u00fchren konnten. Den Beteiligten und Mitwissern wurde ein striktes Schweigegebot auferlegt. Die in M\u00fcnchen residierende Landesleitung der \u00f6sterreichischen NSDAP lie\u00df Hitler aufl\u00f6sen, ihre Unterlagen vernichten. Der gezielte NS-Terror gegen \u00d6sterreich h\u00f6rte fast auf.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den stets auf schwachen Beinen stehenden \u00f6sterreichischen St\u00e4ndestaat bedeutete die Abwehr des Naziputsches vor\u00fcbergehend eine gewisse St\u00e4rkung. F\u00fcr die n\u00e4chsten eineinhalb Jahre konnte \u00d6sterreich auf die weitgehende Unterst\u00fctzung durch Mussolini z\u00e4hlen. Aber die vom V\u00f6lkerbund wegen des italienischen \u00dcberfalls auf Abessinien verh\u00e4ngten Handels\u00adsanktionen zwangen Mussolini 1935 zur Ann\u00e4herung an Hitler. Das deutsch-\u00f6sterreichische Abkommen vom 11.&nbsp;Juli 1936, das \u00d6sterreichs Unabh\u00e4ngigkeit entscheidend konterkarierte, war die logische Konsequenz dieser Entwicklung. Damit war der erste Schritt zum Anschluss getan. Hitler war es gelungen, die Niederlage, die er am 25.&nbsp;Juli 1934 in \u00d6sterreich erlitten hatte, in einen Sieg umzuwandeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Literatur mit allen Quellen- und Literaturhinweisen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a>Kurt Bauer: Hitlers zweiter Putsch. Dollfu\u00df, die Nazis und der 25.&nbsp;Juli 1934. St.&nbsp;P\u00f6lten, Salzburg, Wien 2014 (Residenz Verlag).<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><a>Kurt Bauer: Hitler und der Juliputsch 1934 in \u00d6sterreich. Eine Fallstudie zur nationalsozialistischen Au\u00dfenpolitik in der Fr\u00fchphase des Regimes. In: Viertel\u00adjahreshefte f\u00fcr Zeitgeschichte, Heft 2, April 2011. S.&nbsp;193\u2013227.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gesamteurop\u00e4ische Entwicklung und der NS-Putsch vom 25. 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