{"id":2047,"date":"2017-03-19T17:02:00","date_gmt":"2017-03-19T16:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=2047"},"modified":"2019-10-02T15:15:06","modified_gmt":"2019-10-02T13:15:06","slug":"gewaltsamer-widerstand-vom-baltikum-bis-nach-zentral-und-suedosteuropa-1945-1956-violent-resistance","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=2047","title":{"rendered":"Gewaltsamer Widerstand vom Baltikum bis nach Zentral- und S\u00fcdosteuropa 1945-1956. Violent Resistance"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Konferenz fand vom 16.-18. M\u00e4rz 2017 in Zusammenarbeit der Arenberg-Stiftung, dem Institut f\u00fcr Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der \u00d6AW und dem Karl von Vogelsang-Institut statt. Sie bildete den erstmaligen Versuch einer Zusammenschau der Arten, Entstehung und Auspr\u00e4gungen des gewaltsamen Widerstandes gegen die kommunistische bzw. sowjetische Herrschaft vom Baltikum bis nach Ostmittel- und S\u00fcdosteuropa.<\/p>\n\n\n\n<p>Keith Dickson von der National Defense University in  Washington D.C.  erarbeitete in seiner einf\u00fchrenden und \u00fcbergreifenden  Rede unter dem  Titel &#8220;Understanding armed resistance in Eastern and  South Eastern  Europe as asymmetric warfare: lessons for the modern  world&#8221; eine  Typologie bzw. Phaseneinteilung gewaltsamen Widerstandes.  Im  darauffolgenden Panel wurden Polen, Wei\u00dfrussland und die Ukraine   thematisiert wobei teils tief in die Vergangenheit reichende   Erkl\u00e4rungsmuster etwa f\u00fcr den polnisch-ukrainischen Antagonismus unter   Beteiligung des Publikums kontrovers diskutiert wurden.<br>Panel  II  bracht eine differenzierte Besch\u00e4ftigung mit den Landesteilen der   ehemaligen Tschechoslowakei und Ungarn. In ersterem Fall wurde dabei   deutlich, dass der Widerstandsbegriff an sich ebenfalls zu diskutieren   ist. Wo beginnt Widerstand? Ist jede Handlung gegen staatliche   Autorit\u00e4ten unter bestimmten Umst\u00e4nden schon als Widerstandshandlung zu   sehen? Panel IV erhellte Gemeinsamkeiten und Unterschiede des   gewaltsamen Widerstandes im Baltikum.&nbsp; Panel V am Beginn des zweiten   Tages war ganz der Ukraine gewidmet, wobei nicht nur Ideologie und   faktischer Kampf, sondern auch die Rolle von Frauen eine zentrale Rolle   spielten und kontrovers diskutiert wurden.<br>Panel  VI war das zweite  &#8220;l\u00e4nder-exklusive&#8221; Panel,&nbsp; das Rum\u00e4nien n\u00e4her  beleuchtete.&nbsp;  Securitate-Akten erlaubten hier auch eine kartenm\u00e4\u00dfige  Darstellung der  &#8220;Hotspots&#8221;. Im Panel VII entspann sich nicht nur an  Hand des Falles  Albanien eine Diskussion zur Quellenkritik und der  grunds\u00e4tzlichen Frage  der Zug\u00e4nglichkeit von Quellen zum Thema. Bei  Jugoslawien standen die  Aktivit\u00e4ten des Regimes im Zentrum, im Falle  Bulgariens auch der  R\u00fcckgriff der postkommunistischen Gesellschaft auf  die  Widerstandbewegung im Bereich der Erinnerungskultur.<br>Panel  VIII am  dritten Tag leitete durch die im Falle Tschechiens  aufgebrachte Frage  der Vermittlung des antikommunistischen Widerstands  an Sch\u00fcler, die  Perzeption des Widerstands durch serbische urbane  Eliten und einen  kontroversiell aufgenommenen Beitrag zu Stepan Bandera  zur  Abschlussdiskussion \u00fcber. <br>Ziel ist es nun, die Ergebnisse der   Konferenz in eine dar\u00fcberhinausgehende Publikation einflie\u00dfen zu  lassen.  Diese soll handbuchartig erstmalig einen konzisen \u00dcberblick  \u00fcber die  Entstehung und Auspr\u00e4gung gewaltsamen Widerstandes im  genannten Raum von  1945 bis 1956 geben. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"730\" height=\"548\" src=\"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2017_kvvi_032017.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2048\" srcset=\"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2017_kvvi_032017.jpg 730w, http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/2017_kvvi_032017-300x225.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 730px) 100vw, 730px\" \/><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Konferenz fand vom 16.-18. M\u00e4rz 2017 in Zusammenarbeit der Arenberg-Stiftung, dem Institut f\u00fcr Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung der \u00d6AW und dem Karl von Vogelsang-Institut statt. 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