{"id":2003,"date":"2019-01-01T10:29:27","date_gmt":"2019-01-01T09:29:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=2003"},"modified":"2019-09-05T17:04:51","modified_gmt":"2019-09-05T15:04:51","slug":"transnationale-parteienkooperation-christdemokratischer-und-konservativer-parteien-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?p=2003","title":{"rendered":"Transnationale Parteienkooperation christdemokratischer und konservativer Parteien in Europa"},"content":{"rendered":"\n<p> Mit beinahe 500 Einzeldokumenten auf ann\u00e4hernd 2000 Seiten (in 2 Teilb\u00e4nden) l\u00e4sst die Quellenedition \u201eTransnationale Parteienkooperation christdemokratischer und konservativer Parteien in Europa 1965 bis 1979\u201c ein entscheidendes Kapitel europ\u00e4ischer Zeitgeschichte&nbsp; lebendig werden. Christdemokratische und konservative Parteien spielten in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts eine immer wichtigere integrationspolitische Rolle. Es gab neue Anreize und Herausforderungen f\u00fcr transnationale Kontakte und organisierte Parteienkooperation. Nach dem \u201eGenfer Kreis\u201c und der Nouvelles Equipes Internationales\u201c konstituierte sich die \u201eEurop\u00e4ische Union Christlicher Demokraten\u201c (EUCD) 1965. Es folgten die Europ\u00e4ische Volkspartei (EVP) 1976 und die Europ\u00e4isch Demokratische Union (EDU) 1978. Diese Parteienzusammenschl\u00fcsse f\u00fchrten zur Abstimmung in politischen und ideologischen Fragen sowie zu gemeinsamem Vorgehen auf nationaler und internationaler Ebene. Dabei ging es um Fragen der Europa- und Integrationspolitik, aber auch der Internationalisierung und Globalisierung.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese mehrsprachige, auf deutschen, englischen, franz\u00f6sischen&nbsp; und  italienischen Dokumenten basierende Quellenedition verdeutlicht die  Rolle der christdemokratischen und konservativen Parteien Europas. Sie  agierten als kommunikative Mittler zwischen Staat und Gesellschaft,  insbesondere hinsichtlich grenz\u00fcberschreitender Entwicklungen im Sinne  der Debatte \u00fcber ein gemeinsames und integriertes Europa.<br><br>Dr.  Reinhold Lopatka, Vorsitzender des au\u00dfenpolitischen Ausschusses des  Parlaments, \u00fcbernahm in Vertretung des verhinderten Pr\u00e4sidenten Dr.  Wolfgang Sobotka die Begr\u00fc\u00dfung und skizzierte die Grundfragen des  Projektes. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Karl von Vogelsang-Instituts,  Priv.-Doz. Dr. Helmut Wohnout beschrieb das urspr\u00fcngliche  Forschungsprojekt, das das Institut gemeinsam mit dem Institut f\u00fcr  Geschichte der Universit\u00e4t Hildesheim von 2009 bis 2013 durchf\u00fchrte und  an welches sich das Publikationsprojekt anschloss. Nicht unausgesprochen  blieb die oftmals m\u00fchsame Frage der Finanzierung, die gerade solche  umfangreichen Wissenschaftsprojekte begleitet.<br><br>Vor mehr als 120  Besuchern f\u00fchrten dann Univ.-Prof. Dr. Michael Gehler, Dr. Hinnerk Meyer  und Dr. Hannes Sch\u00f6nner zu den gewonnenen Erkenntnissen und  Konsequenzen in ihren Reden aus. Insgesamt vertraten die  Christdemokraten Europas in jener Zeit eine Vorstellung von Politik, die  weit \u00fcber die damals bekannten Konzeptionen von EG und EFTA  hinausgingen. Die beiden Parteikooperationen EVP und EDU entwarfen ab  Mitte der siebziger Jahre politische Konzepte, die aus einem  ver\u00e4ngstigten und ideologisch links stehenden Kontinent einen  westorientierten, marktwirtschaftlichen und nach christlichen  Vorstellungen entwickelten Raum gestalten wollten. &nbsp; <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/transnationale_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2007\" srcset=\"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/transnationale_1.jpg 500w, http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/transnationale_1-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Von links: Michael Gehler, Hinnerk Meyer, Nationalratsabgeordneter Reinhold Lopatka (V), Hannes Sch\u00f6nner, Helmut Wohnout<br><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"500\" height=\"333\" src=\"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/transnationale_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-2009\" srcset=\"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/transnationale_2.jpg 500w, http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/wp-content\/uploads\/2019\/09\/transnationale_2-300x200.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><figcaption>Vorstellung des Projektes durch den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Karl von Vogelsang-Instituts Helmut Wohnout<\/figcaption><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p> Mit beinahe 500 Einzeldokumenten auf ann\u00e4hernd 2000 Seiten (in 2 Teilb\u00e4nden) l\u00e4sst die Quellenedition \u201eTransnationale Parteienkooperation christdemokratischer und konservativer Parteien in Europa 1965 bis 1979\u201c ein entscheidendes Kapitel europ\u00e4ischer Zeitgeschichte  lebendig werden. Christdemokratische und konservative Parteien spielten in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts eine immer wichtigere integrationspolitische Rolle. Es gab neue Anreize und Herausforderungen f\u00fcr transnationale Kontakte und organisierte Parteienkooperation. Nach dem \u201eGenfer Kreis\u201c und der Nouvelles Equipes Internationales\u201c konstituierte sich die \u201eEurop\u00e4ische Union Christlicher Demokraten\u201c (EUCD) 1965. Es folgten die Europ\u00e4ische Volkspartei (EVP) 1976 und die Europ\u00e4isch Demokratische Union (EDU) 1978. Diese Parteienzusammenschl\u00fcsse f\u00fchrten zur Abstimmung in politischen und ideologischen Fragen sowie zu gemeinsamem Vorgehen auf nationaler und internationaler Ebene. 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