{"id":3333,"date":"2022-03-14T11:07:20","date_gmt":"2022-03-14T10:07:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=3333"},"modified":"2022-03-14T11:07:21","modified_gmt":"2022-03-14T10:07:21","slug":"elisabeth-gehrer","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=3333","title":{"rendered":"Elisabeth Gehrer"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Elisabeth Gehrer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><br>Geboren 1942, \u00fcbersiedelte Elisabeth Gehrer (vorm. Pokorny) im Jahre 1949 mit ihren Eltern von Wien nach Innsbruck, wo sie das Gymnasium und die Lehrerbildungsanstalt besuchte. Nach Abschluss ihrer Ausbildung arbeitete sie von 1961 bis 1964 als Volksschullehrerin in Hart im Zillertal und anschlie\u00dfend zwei Jahre an der Volksschule Lochau. 1964 heiratete sie Fritz Gehrer, \u00fcbersiedelte nach Bregenz und schied 1966 vorerst aus dem beruflichen Leben aus; der Ehe entstammen drei S\u00f6hne.<\/p>\n\n\n\n<p><br>1980 begann Gehrer ihre politische T\u00e4tigkeit f\u00fcr die \u00d6VP als Stadtr\u00e4tin f\u00fcr Musik und regionale Zusammenarbeit in Bregenz und wurde ein Jahr sp\u00e4ter Vorsitzende der Regionalplanungsgemeinschaft Bodensee. In den Vorarlberger Landtag zog sie 1984 ein, wurde 1989 Obfrau des \u00d6VP-Klubs in der Stadtvertretung von Bregenz und im selben Jahr Vizepr\u00e4sidentin des Landtages. 1990 wurde sie in die Vorarlberger Landesregierung entsandt, wo sie f\u00fcr die Bereiche Schule, Weiterbildung, Wissenschaft, Frauen, Jugend, Familie, Gemeindeentwicklung, Energiesparen und Entwicklungshilfe zust\u00e4ndig war. Daneben wurde sie als amtsf\u00fchrende Pr\u00e4sidentin des Landesschulrates eingesetzt und war ab 1994 Landesleiterin der \u00d6VP-Frauenbewegung in Vorarlberg.<\/p>\n\n\n\n<p><br>1995 wurde Elisabeth Gehrer in der Bundesregierung Vranitzky IV, einer Koalition von SP\u00d6 unter Bundeskanzler Franz Vranitzky und \u00d6VP unter Vizekanzler Wolfgang Sch\u00fcssel, zur Bundesministerin f\u00fcr Unterricht und kulturelle Angelegenheiten ernannt und im Herbst 1995 auch zur Bundesobmann-Stellvertreterin des \u00d6AAB, der Arbeitnehmerorganisation der \u00d6VP, gew\u00e4hlt. Als Bundesministerin geh\u00f6rte sie danach auch den Regierungen Vranitzky V (SP\u00d6\/\u00d6VP, 1996 bis 1997), Klima (SP\u00d6\/\u00d6VP, 1997 bis 2000) sowie Sch\u00fcssel I (\u00d6VP\/FP\u00d6, 2000 bis 2003), und Sch\u00fcssel II (\u00d6VP\/FP\u00d6-BZ\u00d6, 2003 bis 2007) an; ab 2000 als Bundesministerin f\u00fcr Bildung, Wissenschaft und Kultur. Daneben war Gehrer ab 1999 stellvertretende Parteiobfrau der \u00d6VP.<\/p>\n\n\n\n<p><br>In ihrem Ressort zeichnete sich Elisabeth Gehrer durch gro\u00dfe Reformt\u00e4tigkeit und dem Wunsch nach Ver\u00e4nderung und Modernisierung aus. Dazu z\u00e4hlte auch eine breit angelegte Universit\u00e4tsreform. Im Jahre 2001 wurden unter Gehrer Studienbeitr\u00e4ge in der H\u00f6he von 5.000 Schilling (\u20ac 363.36) pro Semester eingef\u00fchrt. Am 9. August 2002 wurde das von Elisabeth Gehrer initiierte Universit\u00e4tsgesetz 2002realisiert. Dieses zielte darauf ab, die \u00f6sterreichischen Universit\u00e4ten f\u00fcr den internationalen Wettbewerb zu st\u00e4rken. Die Universit\u00e4ten wurden von teilrechtsf\u00e4higen Anstalten des Bundes in vollrechtsf\u00e4hige juristische Personen des \u00f6ffentlichen Rechts umgewandelt. Die Gr\u00fcndung des Institutes for Science and Technology Austria in Klosterneuburg\/Gugging z\u00e4hlt zu den bedeutendsten Initiativen ihrer aktiven Politik.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Mit dem Bundesmuseengesetz 1998 stellte Elisabeth Gehrer die Weichen f\u00fcr die Umwandlung der Bundesmuseen in vollrechtsf\u00e4hige, wissenschaftliche Anstalten. Zusammen mit umfangreichen Bauinvestitionen erhielten diese damit die Grundlage f\u00fcr die Steigerung der Besucherzahlen von 2,36 Millionen im Jahr 1995 auf 3,45 Millionen im Jahr 2005. Unter Gehrer wurden 1999 das Technische Museum Wien, 2003 die Albertina und 2005 das Palais Mollard als Teil der \u00d6sterreichischen Nationalbibliothek mit Globenmuseum und Esperantomuseum neu er\u00f6ffnet. Nach mehr als 15 Jahren Diskussion nahm Gehrer 1998 den Spatenstich zur Errichtung des Museumsquartiers in Wien vor. 2001 fand die Er\u00f6ffnung statt. Mit 50 Kulturinstitutionen geh\u00f6rt das MQ zu den zehn gr\u00f6\u00dften Kulturkomplexen der Welt und ist ein Kulturtreffpunkt von \u00fcber 2,5 Millionen Menschen pro Jahr. In ihre Ministerzeit f\u00e4llt auch die R\u00fcckgabe von Kunstwerken, die in der NS-Zeit enteignet worden waren. Die Etablierung von Provenienzen-Forschung wurde unter ihrer Ressortverantwortlichkeit erstmals in Bundesmuseen umgesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Nach der Nationalratswahl im Oktober 2006 schied Elisabeth Gehrer aus der Regierung und in weiterer Folge auch aus dem \u00d6sterreichischen Nationalrat aus.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Elisabeth Gehrer Geboren 1942, \u00fcbersiedelte Elisabeth Gehrer (vorm. Pokorny) im Jahre 1949 mit ihren Eltern von Wien nach Innsbruck, wo sie das Gymnasium und die Lehrerbildungsanstalt besuchte. 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