{"id":3295,"date":"2022-03-08T09:41:47","date_gmt":"2022-03-08T08:41:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=3295"},"modified":"2022-03-08T09:41:48","modified_gmt":"2022-03-08T08:41:48","slug":"eine-vergessene-huldigung-an-papst-pius-xi","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=3295","title":{"rendered":"Eine vergessene Huldigung an Papst Pius XI."},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine vergessene Huldigung an Papst Pius XI.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Reinhard Gruber, MA<\/p>\n\n\n\n<p>Domarchivar zu St. Stephan in Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Karl von Vogelsang-Instituts<\/p>\n\n\n\n<p>Vom 14. bis 16. Juni 1929 fand in Wien der 5. Di\u00f6zesankatholikentag statt. Interessanterweise spiegelt sich diese Veranstaltung kaum in den kirchlichen Archiven des Stephansplatzes \u2013 dem Di\u00f6zesanarchiv und dem Domarchiv \u2013 wider. Einzig der Anlass dieser katholischen Versammlung, die Feier des goldenen, also f\u00fcnfzigj\u00e4hrigen Priesterjubil\u00e4ums<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> von Papst Pius XI.<a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> findet sich als Notiz in den Chroniken<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a>. Abschluss und Unterzeichnung der R\u00f6mischen Vertr\u00e4ge im Lateran, der so bezeichneten \u201eLateranvertr\u00e4ge\u201c, am 11. Februar 1929 zwischen dem Heiligen Stuhl und Italien, mit denen der Staat der Vatikanstadt gegr\u00fcndet wurde, galt als zweiter Anlass<a href=\"#_ftn4\">[4]<\/a>. Mit diesem Staatsvertrag konnte die seit dem Ende des Kirchenstaates 1870 ungel\u00f6ste sogenannte \u201eR\u00f6mische Frage\u201c beantwortet werden, indem die Souver\u00e4nit\u00e4t des Heiligen Stuhls international anerkannt wurde und somit als Garant f\u00fcr die Unabh\u00e4ngigkeit des Hirtenamtes des jeweils regierenden Papstes diente. Gleichzeitig erfolgte die Anerkennung Roms als Hauptstadt Italiens durch die Kirche und umgekehrt des Katholizismus als Staatsreligion durch Italien. Der italienische Staat verpflichtete sich zudem zu Reparationszahlungen f\u00fcr den Verlust des Kirchenstaates<a href=\"#_ftn5\">[5]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas ungl\u00fccklich war f\u00fcr den Wiener Katholikentag, dass er sich mit dem 60. Gr\u00fcndungsjubil\u00e4um der Wiener Polizei \u00fcberschnitt, wodurch der Eindruck entstand, dass dies kein Zufall sein konnte. Vor allem bei der Arbeiterschaft war die Rolle der Polizei bei der Niederschlagung des Juliaufstands 1927 noch in beklemmender Erinnerung.<a href=\"#_ftn6\">[6]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Festabfolge des Katholikentages<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem feierlichen Einl\u00e4uten des Katholikentages am 14. Juni 1929 durch die Glocken der Stadt wurde dieser mit einem gro\u00dfen Gottesdienst in der Domkirche St. Stephan er\u00f6ffnet, bei dem Superior P. Karl Maria Andlau SJ<a href=\"#_ftn7\">[7]<\/a> vor tausenden Katholikinnen und Katholiken \u00fcber das Papsttum, das allen St\u00fcrmen trotze, predigte. Der Wiener Erzbischof Kardinal Friedrich Gustav Piffl<a href=\"#_ftn8\">[8]<\/a> rief in seiner Botschaft seine Di\u00f6zesanangeh\u00f6rigen zur Treue gegen\u00fcber dem Heiligen Vater in Rom anl\u00e4sslich dessen 50. Priesterjubil\u00e4ums sowie zum Dank f\u00fcr die Unterzeichnung der Lateranvertr\u00e4ge und der damit verbundenen \u201eFreiheit\u201c des Papstes<a href=\"#_ftn9\">[9]<\/a> auf. Am Ende der liturgischen Er\u00f6ffnungsfeier spendete der Erzbischof den Segen mit dem Allerheiligsten. Nach der Feier im Dom formierte sich ein beeindruckender Fackelzug der Katholischen Jugend &#8211; es wird von 12.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern berichtet<a href=\"#_ftn10\">[10]<\/a> &#8211; von der Votivkirche zur Karlskirche. Dort feierte die katholische Jugend Wiens die Seligsprechung des gro\u00dfen Jugendapostels Italiens, Don Johannes Bosco<a href=\"#_ftn11\">[11]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am folgenden Samstag, dem 15. Juni 1929, beging man das Polizei-Jubil\u00e4um der Wiener Sicherheitswache. Kardinal Piffl feierte eine Feldmesse am Wiener Heldenplatz, an die sich eine Fahnenweihe anschloss. Den H\u00f6hepunkt bildete die Parade der Polizei \u00fcber die Ringstra\u00dfe, die laut zeitgen\u00f6ssischen Berichten hunderttausende Besucherinnen und Besucher anlockte<a href=\"#_ftn12\">[12]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Am selben Tag fand die gro\u00dfe Festversammlung des Katholikentages in den Sophiens\u00e4len statt, deren erster Festredner der vorletzte Ministerpr\u00e4sident von \u00d6sterreich-Ungarn, Max Hussarek-Heinlein<a href=\"#_ftn13\">[13]<\/a> war, der \u00fcber das Thema \u201eDie weltgeschichtliche Bedeutung des Pontifikates Pius XI.\u201c<a href=\"#_ftn14\">[14]<\/a> referierte. Dabei ging er auch n\u00e4her auf die sogenannte \u201eR\u00f6mische Frage\u201c und deren L\u00f6sung ein und bezeichnete sie als \u201eFriedensschluss des Papsttums mit dem modernen Italien\u201c<a href=\"#_ftn15\">[15]<\/a>. Als \u00f6sterreichischen Parallelfall sprach er \u201everm\u00f6gensrechtliche Fragen der Habsburger\u201c<a href=\"#_ftn16\">[16]<\/a> im Staatsgebiet des damaligen \u00d6sterreich an. Die Beschlagnahmung des Verm\u00f6gens des ehemaligen Herrscherhauses war f\u00fcr ihn das beste Beispiel daf\u00fcr, dass \u201edie Ordnung im Innern des Staatswesens aufs schwerste ersch\u00fcttert ist\u201c<a href=\"#_ftn17\">[17]<\/a> und \u201ezwischen Mein und Dein nicht richtig unterschieden\u201c<a href=\"#_ftn18\">[18]<\/a> werde. Kein Wunder, dass die Sozialdemokratie und Otto Bauer dies als Provokation verstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Die zweite Festansprache hielt der geniale Prediger und Organisator Msgr. Jakob Fried<a href=\"#_ftn19\">[19]<\/a> zum Thema \u201eWie wehren wir der Wiener Kirchennot?\u201c<a href=\"#_ftn20\">[20]<\/a> Kanonikus Fried betonte dabei, dass es in dieser f\u00fcr die Kirche schwierigen Zeit &#8211; er war der Meinung, dass es aufgrund der Zuspitzung gesellschaftlicher Gegens\u00e4tze zu einem ersch\u00fctternden Niedergang des kirchlichen Lebens gekommen war &#8211; einer guten und erfolgreichen Seelsorge bed\u00fcrfe. So wies er darauf hin, dass \u201eallein f\u00fcr die Stadt Wien die Zahl von 95 (\u2026) Gottesdienst- und Seelsorgestellen\u201c<a href=\"#_ftn21\"><sup>[21]<\/sup><\/a> fehlten. Moderator dieser Veranstaltung war der Pr\u00e4sident des Katholikentages und Chefredakteur der Reichspost, Dr. Friedrich Funder<a href=\"#_ftn22\">[22]<\/a>, der \u201emarkige Schlussworte an die Versammelten\u201c<a href=\"#_ftn23\">[23]<\/a> richtete. Beendet wurde die Feier mit \u201eeinem brausenden \u201aTedeum\u2018\u201c und dem \u201eGel\u00f6bnis zu Gott\u201c<a href=\"#_ftn24\">[24]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon bei den vorangegangenen Katholikentagen fanden am Sonntag als H\u00f6hepunkt ein gro\u00dfer Pontifikalgottesdienst am Heldenplatz und ein Zug \u00fcber die Ringstra\u00dfe statt. Neben einem leidenschaftlichen Treuebekenntnis zum Papsttum predigte Kardinal Piffl \u00fcber die besondere Zuneigung des Heiligen Vaters zur Stadt Wien<a href=\"#_ftn25\">[25]<\/a>, die er aus eigener Anschauung kannte, und die wiedererlangte Freiheit des Papstes durch die Lateranvertr\u00e4ge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Kirchenaustrittswelle als Antwort auf die Ereignisse von 1927<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Daneben war auch die Kirchenaustrittsbewegung ein beherrschendes Thema. Infolge der Julirevolte und des Brandes des Justizpalastes am 15. Juli 1927 empfand man von Seiten der Kirche die hohe Zahl von Austritten als eine konzertierte Aktion gegen Bundeskanzler Pr\u00e4lat Ignaz Seipel<a href=\"#_ftn26\">[26]<\/a>, der damals den Beinamen \u201eKanzler ohne Gnad\u2018\u201c oder \u201eBlutpr\u00e4lat\u201c erhalten hatte. Gerade unter Ber\u00fccksichtigung dieser schrecklichen Ereignisse verwundert heute die Verbindung von Katholikentag und Polizeijubil\u00e4um. Auf Seiten der Sozialdemokratie wurde das brutale Vorgehen der Polizei unter dem Polizeipr\u00e4sidenten Johann Schober, der als \u201eArbeiterm\u00f6rder\u201c bezeichnet wurde, als \u201eInbegriff blutiger Schreckensherrschaft\u201c<a href=\"#_ftn27\">[27]<\/a> gesehen. Diese organisierte Austrittswelle aus der r\u00f6misch-katholischen Kirche \u2013 man verzeichnete 1927 knapp 30.000 Austritte<a href=\"#_ftn28\">[28]<\/a> \u2013 belastete die Kirchenf\u00fchrung und vor allem Bundeskanzler Seipel sehr, der sich die Gewissensfrage stellte, ob er Schuld daran trage. Pr\u00e4lat Seipel, der kurz nach dem Osterfest am 3. April 1929 als Bundeskanzler zur\u00fcckgetreten war, nahm nur am Fackelzug und an der Festversammlung in den Sophiens\u00e4len<a href=\"#_ftn29\">[29]<\/a> teil. Eine \u201eVerlangsamung der Abfallsbewegung\u201c<a href=\"#_ftn30\">[30]<\/a> konnte erst Ende J\u00e4nner 1929 konstatiert werden, allerdings immer noch auf einem recht hohen Niveau von 925 Katholiken, in den Jahren zuvor waren es durchschnittlich 1.200 pro Monat gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Forcierung der \u201eKatholischen Aktion\u201c als Reaktion der Kirche<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche versuchte dieser Herausforderung durch eine St\u00e4rkung der \u201eKatholischen Aktion\u201c<a href=\"#_ftn31\">[31]<\/a> (KA), die faktisch durch die Antrittsenzyklika von Papst Pius XI. \u201eUbi arcano Dei Consilio\u201c<a href=\"#_ftn32\">[32]<\/a>, \u00fcber \u201eden Frieden Christi im Reich Christi\u201c vom 23. Dezember 1922 ihre Gr\u00fcndung erfuhr, entgegenzusteuern. Den Bisch\u00f6fen war es ein gro\u00dfes Anliegen mit der KA \u201eOrdnung und eine klare Linie in die ungeordnet gewachsene und fast un\u00fcberschaubare F\u00fclle an Vereinigungen (\u2026) zu implementieren.\u201c<a href=\"#_ftn33\">[33]<\/a> Besonders verdient um die Gr\u00fcndung der KA machte sich der Wiener Domkapitular Msgr. Jakob Fried, ein begnadeter Organisator und Fachmann des Vereinsrechts. Er war Gr\u00fcnder des \u201eReichsbunds der katholischen deutschen Jugend\u201c 1918 und wirkte vorher als Generaldirektor des \u201eVolksbunds der Katholiken \u00d6sterreichs\u201c. In der Katholischen Aktion forcierte er die verschiedenen Schwerpunkte wie religi\u00f6se Bildung, Apostolat, Caritas, staatsb\u00fcrgerliche und wirtschaftliche Bildung. W\u00e4hrend des Weltkrieges musste er aufgrund angeblicher Mithilfe bei der Vorbereitung zum Hochverrat 1.646 Tage in nationalsozialistischer Haft<a href=\"#_ftn34\">[34]<\/a> verbringen. Nach seiner R\u00fcckkehr nach Wien organisierte er im Auftrag des Erzbischofs ab 1945 den Wiederaufbau der \u201eKatholischen Aktion\u201c<a href=\"#_ftn35\">[35]<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wurzeln der KA finden sich im Katholizismus des 19. Jahrhunderts in Italien. Entscheidend f\u00fcr dieses katholische Vereinswesen war die schon erw\u00e4hnte Antrittsenzyklika von Papst Pius XI. Durch die Einbindung von Laien sollte der Grundauftrag der Kirche gest\u00e4rkt werden und es so zu einer fundierten Reaktion auf die kirchenfeindlichen Bewegungen von Kommunismus, Sozialismus und Liberalismus kommen. In den folgenden Jahren erfolgte durch verschiedene p\u00e4pstliche Schreiben eine Pr\u00e4zisierung und Sch\u00e4rfung des Profils. W\u00e4hrend der Herbstvollversammlung der \u00d6sterreichischen Bischofskonferenz 1927 genehmigten die Bisch\u00f6fe die Statuten<a href=\"#_ftn36\">[36]<\/a>, nachdem Papst Pius XI. nachdr\u00fccklich die Einf\u00fchrung einforderte. Der Wiener Erzbischof Kardinal Piffl errichtete im Dezember f\u00fcr seine Di\u00f6zese die Katholische Aktion, nachdem er bereits 1919 den \u201eVolksbund f\u00fcr die Katholiken \u00d6sterreichs\u201c ins Leben gerufen hatte. Der feierliche Gr\u00fcndungsakt fand im Festsaal des di\u00f6zesanen Priesterseminars in der Boltzmanngasse in Anwesenheit der Professoren der Theologischen Fakult\u00e4t, der Dechanten der Erzdi\u00f6zese, des Metropolitan- und Domkapitels, den Vertretern der Ordensgemeinschaften, aller kirchlichen Vereine und der katholischen Presse statt.<a href=\"#_ftn37\">[37]<\/a> In seinem Fastenhirtenbrief aus dem Jahr 1929 schrieb der Wiener Erzbischof: \u201eAus dem bisher Gesagten geht klar hervor, dass die Katholische Aktion kein neuer Verein ist, dass sie vielmehr auf die harmonische, einheitliche Zusammenarbeit aller katholischen Vereine hinarbeiten soll. Denn die Katholische Aktion ist Arbeit mit vereinten Kr\u00e4ften.\u201c<a href=\"#_ftn38\">[38]<\/a> In diesem Schreiben wies Kardinal Piffl auch auf das bevorstehende goldene Priesterjubil\u00e4um von Papst Pius XI. hin.<\/p>\n\n\n\n<p>Im J\u00e4nner 1929 erfolgte die Gr\u00fcndung der Zeitung \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c<a href=\"#_ftn39\">[39]<\/a> im Einflussbereich der \u201eKatholischen Aktion\u201c. Dem vorangegangen war ein Beschluss w\u00e4hrend des Katholikentages 1927, in dem man die Herausgabe eines katholischen Massenblattes w\u00fcnschte. Msgr. Fried war auch hier federf\u00fchrend, konnte Sponsoren gewinnen und spendete selbst einen namhaften Betrag f\u00fcr die neue Zeitung, die im ersten Jahr bereits eine Auflage von 93.000 St\u00fcck erreichen konnte.<a href=\"#_ftn40\">[40]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend des Katholikentages 1929 kam es zu einer Delegiertentagung f\u00fcr die \u201eKatholische Aktion\u201c der Erzdi\u00f6zese in den Wiener Sophiens\u00e4len, dabei wurde \u00fcber \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c beraten und berichtet. Der neue Generalvikar, Weihbischof Franz Kamprath<a href=\"#_ftn41\">[41]<\/a>, referierte \u00fcber \u201eErfolge und Ziele der Katholischen Aktion in der Erzdi\u00f6zese Wien\u201c<a href=\"#_ftn42\">[42]<\/a>. Er skizzierte seine Vision, dass die f\u00e4higsten, bestausgebildetsten und flei\u00dfigsten Katholiken die Leitung der KA \u00fcbernehmen sollten und diese so bef\u00e4higt w\u00fcrde, den kirchenfeindlichen Str\u00f6mungen Paroli zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die katholisch-soziale Tagung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im Anschluss an den Katholikentag fand auf Wunsch der \u00d6sterreichischen Bischofskonferenz vom 16. bis zum 19. Juni 1929 im Sitzungssaal des alten Wiener Rathauses in der Wipplingerstra\u00dfe die \u201eWiener katholisch-soziale Tagung\u201c statt. In sieben Referaten setzte man sich mit dem sozialen Katholizismus in Deutschland und \u00d6sterreich auseinander. In den Einf\u00fchrungsworten zum publizierten Tagungsbericht hei\u00dft es: \u201eDie Meinungsverschiedenheiten innerhalb des sozialen Katholizismus gewannen haupts\u00e4chlich infolge des Mangels pers\u00f6nlicher Aussprache den Anschein grunds\u00e4tzlicher Differenzen, auch dort, wo solche gar nicht bestanden. So bildeten sich innerhalb des sozial interessierten \u00f6sterreichischen Katholizismus mehrere Gruppen. Auf der einen Seite die Vertreter des christlichen Solidarismus, zu dessen Grundprinzipien sich s\u00e4mtliche Referenten der Tagung bekannt haben, auf der anderen Seite die verschiedenen Gruppen eines romantisch-konservativen Ideenkreises (\u2026). Hier eine Kl\u00e4rung anzubahnen und eine Ann\u00e4herung in die Wege zu leiten, war die gro\u00dfe Aufgabe der Tagung.\u201c<a href=\"#_ftn43\">[43]<\/a> Bekannte Referenten sprachen zu folgenden Themen: Johannes Me\u00dfner \u00fcber \u201eDie Katholische Aktion und die soziale Frage\u201c und \u00fcber \u201eEigentums- und Arbeitsrecht in der christlichen Sozialreform\u201c, P. Gustav Gundlach SJ \u00fcber \u201eDie christliche Sozialreform in ihrem Gegensatz zu liberalistischen und sozialistischen L\u00f6sungsversuchen der sozialen Frage\u201c, Hans Schmitz \u00fcber \u201eRationalisierung und Arbeiterschaft\u201c, P. Oswald von Nell-Breuning SJ \u00fcber \u201eWirtschaftskonzentration und soziale Frage\u201c, Ferdinand Degenfeld-Schonburg \u00fcber \u201eEntproletarisierung der Arbeiterschaft\u201c und schlie\u00dflich P. Wilhelm Schmidt SVD \u00fcber \u201eKirche und Proletariat\u201c<a href=\"#_ftn44\">[44]<\/a>. Die verbindenden Schlussworte sprach Bischof Sigismund Waitz, der bereits 1925 den Sozialhirtenbrief \u201eLehren und Weisungen der \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe \u00fcber soziale Fragen der Gegenwart\u201c<a href=\"#_ftn45\">[45]<\/a> verfasst hatte, der zu einem wesentlichen Wegbereiter f\u00fcr die Sozial-Enzyklika \u201eQuadragesimo anno\u201c<a href=\"#_ftn46\">[46]<\/a> von Papst Pius XI. im Jahr 1931 werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>All diese Referenten waren, wie Otto Bauer<a href=\"#_ftn47\">[47]<\/a> trefflich feststellte, \u201ejenem Fl\u00fcgel des Katholizismus entnommen, der durch Reformen des bestehenden kapitalistischen Systems die soziale Frage l\u00f6sen will. Diese Gruppe hat sich mit der kapitalistischen Wirklichkeit abgefunden und hofft mit einer Art Reformkapitalismus zum Ziele zu kommen.\u201c <a href=\"#_ftn48\">[48]<\/a> Man kann sich tats\u00e4chlich zurecht die Frage stellen, wie eine echte Diskussion und Auseinandersetzung, wie eine Ann\u00e4herung verschiedener Standpunkte m\u00f6glich sein soll, wenn alle einer Meinung sind? \u201eScheute man die Konfrontation? Wollte man Einheit demonstrieren?\u201c<a href=\"#_ftn49\">[49]<\/a> Otto Bauer verweist in seiner Bilanz des Katholikentages und der sozialen Tagung darauf hin, dass eine Ausarbeitung eines katholischen sozialen Programms n\u00f6tig sei. Er erkennt aber immer noch \u201ehimmelt\u00fcrmende Schranken\u201c, die \u201ezwischen dem offiziellen Katholizismus und der sozialistischen Arbeiterbewegung durch die Schuld des Katholizismus bestehen.\u201c<a href=\"#_ftn50\">[50]<\/a> Ern\u00fcchternd und hart ist sein abschlie\u00dfendes Urteil, wenn er schreibt: \u201eUnd darum werden katholisch-soziale Tagungen im eigentlichen Sinne solange fruchtlos bleiben, solange sie sich der Wirklichkeit und Mission der sozialistischen Bewegung verschlie\u00dfen!\u201c<a href=\"#_ftn51\">[51]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Ann\u00e4herung und Auss\u00f6hnung zwischen den beiden gro\u00dfen politischen Gruppen \u00d6sterreichs geschah erst in den langen und segensreichen Jahren des Wirkens von Kardinal Dr. Franz K\u00f6nig<a href=\"#_ftn52\">[52]<\/a> als Erzbischof von Wien. So m\u00f6ge zum Abschluss der unvergessene verewigte Kardinal zu Wort kommen mit einer Erkl\u00e4rung \u00fcber Sinn und Ziel eines Katholikentages: \u201eKatholikentage sind seit ihrer Gr\u00fcndung Manifestationen katholischen Glaubens und Lebens. Entstanden in den schweren Jahren des Kampfes der deutschen und \u00f6sterreichischen Katholiken gegen die religions- und glaubensfeindliche Macht des Liberalismus, legten diese Versammlungen ein Treuebekenntnis zu Kirche und Papst ab. Zugleich aber gaben sie Rechenschaft \u00fcber die brennendsten Probleme, die sich jeweils den Katholiken stellten und erhoben Forderungen teils an die eigene Adresse, teils an die \u00d6ffentlichkeit. So gaben die Katholikentage den Katholiken auch m\u00e4chtige Impulse f\u00fcr das Wirken in der Welt und in die Welt hinein.\u201c<a href=\"#_ftn53\">[53]<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Illustration:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Entnommen dem Christlichsozialen Parteiarchiv Wien\/Karl von Vogelsang-Institut, Karton 141\/Sign. 452<\/p>\n\n\n\n<p>Titelblatt der \u201eKatholikentags-Festnummer\u201c von \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c, Nr. 139 vom 16. Juni 1929<\/p>\n\n\n\n<p>Student und Arbeiter reichen sich die rechte Hand, im Hintergrund erstrahlt der Stephansdom als Symbol des aufrechten Katholizismus.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Zu diesem Anlass erschienen einige Publikationen, wie zum Beispiel vom sp\u00e4teren Linzer Bischof Josef Flie\u00dfer: Es lebe unser Papstk\u00f6nig Pius XI. Zum goldenen Priesterjubil\u00e4um des Heiligen Vaters, Linz 1929.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> B\u00fcrgerl. Achille Ratti, geb. 31.05.1857 Desio bei Monza, 1879 Priesterweihe, Professor f\u00fcr Dogmatik, Bibliothekar und Pr\u00e4fekt an der Ambrosiana in Mailand, begeisterter Alpinist, Erstbesteigung des Monte Rosa von der italienischen Seite her (\u201eRattisteig\u201c), 1912 an der vatikanischen Bibliothek, 1914 Pr\u00e4fekt, Apostolischer Visitator in Polen, 1919 Ernennung und Weihe zum Titular-Erzbischof von Lepanto, 1920 Kommissar f\u00fcr die Abstimmungsgebiete in Oberschlesien, Ost- und Westpreu\u00dfen, 1921 Erzbischof von Mailand und Kardinal, Wahl zum Papst am 06.03.1922, gest. 10.02.1939 Rom, Einf\u00fchrung des Christk\u00f6nigs-Festes als Reaktion auf den Niedergang der europ\u00e4ischen Monarchien, Propagierung der Katholischen Aktion. &#8211; Vgl. Josef Gelmi, Pius XI., in: Walter Kasper (Hg.), Lexikon f\u00fcr Theologie und Kirche (LThK), 11 B\u00e4nde, 3. Auflage, Freiburg i. Br. 1993\u20132001, (Sonderausgabe 2006), Band 8, S. 335-337.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> Beispielsweise: Domarchiv St. Stephan Wien (DAWST), Archiv der Erzbisch\u00f6flichen Cur, Karton 24\/3, Pfarrchronik 1915ff., Beilage zur Chronik, S. 17f. und S. 20.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref4\">[4]<\/a> Vgl. Peter Hofrichter, Die \u00d6sterreichischen Katholikentage des 20. Jahrhunderts (bis 1933), Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades an der philosophischen Fakult\u00e4t der Universit\u00e4t Wien, Wien 1966 (unver\u00f6ff.), S. 142.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref5\">[5]<\/a> Zu den Lateranvertr\u00e4gen vgl. Hartmut Benz, Lateranvertr\u00e4ge, in: LThK (Sonderausgabe 2006), Band 6, S. 672f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref6\">[6]<\/a> Vgl. Hofrichter, Die \u00d6sterreichischen Katholikentage, S. 141<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref7\">[7]<\/a> Karl Maria (Graf von) Andlau-Homburg, geb. 28.11.1865 Stotzheim, 1887 Eintritt in den Jesuitenorden, 1904 Rektor in Kalksburg, 1905 letzte Gel\u00fcbde, 1915-1919 Provinzial, gest. 30.12.1935 Kalksburg; P. Andlau war ein Vertrauter des letzten \u00f6sterreichischen Kaiserpaares. &#8211; Vgl. Andlau, Karl, in: Catalogus defunctorum in renata Societate Iesu ab a. 1814 ad a. 1970, P. Rufo Mendiz\u00e1bal, S.J., collegit (Romae, apud Curiam P. Gen. 1972), S. 360, Nr. 19.910, in: <a href=\"https:\/\/jesuitarchives.omeka.net\/items\/show\/818\">jesuitarchives.omeka.net<\/a> (zuletzt abgerufen am 08.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref8\">[8]<\/a> Gustav Piffl, geb. 15.10.1864 Landskron\/B\u00f6hmen, 1883 Eintritt in das Augustiner-Chorherrenstift Klosterneuburg, Ordensname Friedrich, 1888 Priesterweihe, 1892 Professor f\u00fcr Moraltheologie und Soziologie, 1907 einstimmige Wahl zum Propst, 1913 Ernennung und Weihe zum F\u00fcrsterzbischof von Wien, 1914 Erhebung zum Kardinal, 1918 Ablegung des Titels eines F\u00fcrsterzbischofs, gest. 21.04.1932 Wien. &#8211; Vgl. Jan Mikrut, Kardinal Friedrich Gustav Piffl. Erzbischof von Wien an der Zeitenwende. 1864-1932, in: Ders. (Hg.), Faszinierende Gestalten der Kirche \u00d6sterreichs, Band 4, Wien 2002, S. 189-259. \u2013 Martin Kreixner, Hirte an der Zeitenwende. Kardinal Friedrich Gustav Piffl und seine Zeit, Wien 1988.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref9\">[9]<\/a> Vgl. Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 344.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref10\">[10]<\/a> \u201eReichspost\u201c vom 15. Juni 1929, Nr. 164, S. 8.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref11\">[11]<\/a> Ebd., S. 8.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref12\">[12]<\/a> Vgl. Hofrichter, Die \u00d6sterreichischen Katholikentage, S. 141.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref13\">[13]<\/a> Max Hussarek (bis 1918: Freiherr von Hussarek-Heinlein), geb. 03.05.1865 Bratislava (Pre\u00dfburg), Staatsmann, Jurist, Hauptvertreter des \u00d6sterreichischen Staatskirchenrechts und Begr\u00fcnder der Wiener Kirchenrechtsschule, Unterrichtsminister, vorletzter Ministerpr\u00e4sident von \u00d6sterreich-Ungarn, gest. 06.03.1935 Wien. &#8211; Vgl. Felix Czeike, Historisches Lexikon Wien in sechs B\u00e4nden, Wien 1992-2004, Band 3, Wien 1994, S. 290.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref14\">[14]<\/a> Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 344.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref15\">[15]<\/a> Carl von Vogelsang-Archiv (CS-Archiv), Karton 125, \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c vom 10. Juni 1929, Nr. 139, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref16\">[16]<\/a> Vgl. ebd., S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref17\">[17]<\/a> Otto Bauer, Immer noch: W\u00e4chter, wie weit ist es in der Nacht? Eine Bilanz des Katholikentages und der katholisch-sozialen Tagung in Wien, in: Menschheitsk\u00e4mpfer. Monatsblatt der religi\u00f6sen Sozialisten Oesterreichs, 3. Jahrgang, Juli 1929, S. 3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref18\">[18]<\/a> Ebd. S. 3.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref19\">[19]<\/a> Jakob Fried, geb. 25.07.1885 Eibesthal, 1909 Priesterweihe, 1925 Domkurat von St. Stephan, 1926 P\u00e4pstlicher Geheimk\u00e4mmerer, 1934 Ernennung zum p\u00e4pstlichen Hauspr\u00e4laten und Kanonikus von St. Stephan, Hauptorganisator der Katholikentage 1923, 1929 und 1933, 1922 Obmann des Pressevereins \u201eHerold\u201c und Herausgabe von \u201eReichspost\u201c und \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c, Generaldirektor des \u201eKatholischen Volksbundes\u201c, Pr\u00e4ses des Piusvereins und der katholischen Jugendvereine, 1939-1944 Gestapo-Gefangenschaft in Wien und Regensburg, Aufbau der Katholischen Aktion, Herausgeber der Wiener Kirchenzeitung und Leiter des Wiener Domverlags, 1952 Domscholaster und Apostolischer Protonotar, 1953 Domkantor, 1954 Direktor der p\u00e4pstlichen Missionswerke, gest. 18.05.1967 Wien. &#8211; Vgl. DAWST, Syllabus Canonicorum. Verzeichnis der Kanoniker von St. Stephan 1365-heute, angelegt 1803 von Kanonikus Joseph Hajeck von Waldst\u00e4tten, fol. 242. &#8211; Di\u00f6zesanarchiv Wien (DAW), Priesterdatenbank, Jakob Fried.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref20\">[20]<\/a> Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 344.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref21\">[21]<\/a> Hofrichter, Die \u00d6sterreichischen Katholikentage, S. 142. \u2013 Vgl. \u201eReichspost\u201c vom 16. Juni 1929, Nr. 165, S. 6.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref22\">[22]<\/a> Friedrich Funder, geb. 01.11.1872 Graz, Publizist und Journalist, Dr.jur., 1902 Chefredakteur und 1904 Herausgeber der \u201eReichspost\u201c, Monarchist, 1934-1938 Mitglied des Staatsrats, seine konsequente Haltung gegen den Nationalsozialismus brachten ihn ins KZ Dachau und Flossenb\u00fcrg, 1945 Begr\u00fcnder der Wochenzeitung \u201eDie Furche\u201c, gest. 19.05.1959 Wien. &#8211; Vgl.: Czeike, Historisches Lexikon, Band 2, Wien 1993, S. 436f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref23\">[23]<\/a> CS-Archiv, Karton 125, \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c vom 10. Juni 1929, Nr. 139, S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref24\">[24]<\/a> Ebd., S. 2.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref25\">[25]<\/a> \u201eReichspost\u201c vom 15. Juni 1929, Nr. 164, S. 8.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref26\">[26]<\/a> Ignaz Seipel, geb. 19.07.1876 Wien, 1899 Priesterweihe, 1903 Promotion, 1909 Professor f\u00fcr Moraltheologie in Salzburg, 1917 Professor f\u00fcr Moraltheologie in Nachfolge von Dr. Franz Martin Schindler an der Universit\u00e4t Wien, 1921-1930 Obmann der Christlichsozialen Partei, 1922-1924 sowie 1926-1929 Bundeskanzler, gest. 02.08.1932 Pernitz. &#8211; Vgl. Maximilian Liebmann, Bundeskanzler Pr\u00e4lat Ignaz Seipel (1876-1932), in: Jan Mikrut (Hg.), Faszinierende Gestalten der Kirche \u00d6sterreichs, Band 3, Wien 2001, S. 325-344.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref27\">[27]<\/a> Vgl. Hofrichter, Die \u00d6sterreichischen Katholikentage, S. 141. \u2013 Vgl. Gottfried Franz Litschauer, \u00d6sterreichische Geschichte, Wien 1965 (3. Auflage), S. 338f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref28\">[28]<\/a> Vgl. Mikrut, Kardinal Friedrich Gustav Piffl., Faszinierende Gestalten, Band 4, S. 244.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref29\">[29]<\/a> Vgl. CS-Archiv, Karton 125, \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c vom 10. Juni 1929, Nr. 139, S. 2. &#8211; Liebmann, Bundeskanzler Pr\u00e4lat Ignaz Seipel, Faszinierende Gestalten, Band 3, S. 336f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref30\">[30]<\/a> Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 342.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref31\">[31]<\/a> Paul Becher, Katholische Aktion (KA), in: LThK (Sonderausgabe 2006), Band 5, S. 1347f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref32\">[32]<\/a> <a href=\"https:\/\/www.vatican.va\/content\/pius-xi\/en\/encyclicals\/documents\/hf_p-xi_enc_19221223_ubi-arcano-dei-consilio.html\">https:\/\/www.vatican.va\/content\/pius-xi\/en\/encyclicals\/documents\/hf_p-xi_enc_19221223_ubi-arcano-dei-consilio.html<\/a> (zuletzt abgerufen am 16.02.2022). &#8211; Rundschreiben unseres Heiligen Vaters Pius XI. durch g\u00f6ttliche Vorsehung Papst \u00fcber den Frieden Christi im Reich Christi (23. Dezember 1922: Ubi arcano Dei Consilio), Autorisierte Ausgabe. Lateinischer und deutscher Text, Freiburg i.B. 1923.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref33\">[33]<\/a> Erwin Mann, Christine Mann, Das Curhaus am Wiener Stephansplatz. Zur Geschichte einer jahrhundertealten Bildungsst\u00e4tte, in der Reihe Religion &amp; Bildung herausgegeben vom Verein der Freunde religi\u00f6ser Bildung, Band 4, Wien 2020, S. 428.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref34\">[34]<\/a> Pr\u00e4lat Fried berichtete ausf\u00fchrlich \u00fcber seine Jahre in Gestapo-Haft (1939-1944) in seinem Werk: Jakob Fried, Nationalsozialismus und katholische Kirche, Wien 1947.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref35\">[35]<\/a> Vgl. Erwin Mann, Christine Mann, Das Curhaus am Wiener Stephansplatz, S. 463f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref36\">[36]<\/a> \u201eWiener Di\u00f6zesanblatt\u201c (WDBl) 65 (1927) Nr. 12 vom 13. Dezember 1927.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref37\">[37]<\/a> Vgl. Erwin Mann, Christine Mann, Das Curhaus am Wiener Stephansplatz, S. 436-438.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref38\">[38]<\/a> WDBl 67 (1929) Nr.2 vom 4. Februar 1929.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref39\">[39]<\/a> \u201eReichspost\u201c vom 17. Mai 1927, S.7.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref40\">[40]<\/a> Vgl. Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 342f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref41\">[41]<\/a> Franz Xaver Kamprath, geb. 29.10.1871 Neutitschein (M\u00e4hren), 1894 Priesterweihe, Dr. theol., Zeremoni\u00e4r von Kardinal Gruscha, 1929 Ernennung zum Weihbischof und Bischofsweihe, Generalvikar und Dompropst von St. Stephan, gest. 08.04.1952 Wien. &#8211; Vgl.: DAWST, Syllabus Canonicorum, fol. 227.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref42\">[42]<\/a> Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 345.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref43\">[43]<\/a> Volksbundverlag (Hg.), Die katholisch-soziale Tagung in Wien, Wien 1929, Einleitung. \u2013 Siehe auch: Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref44\">[44]<\/a> Vgl. Volksbundverlag (Hg.), Die katholisch-soziale Tagung in Wien, Einleitung \u2013 siehe auch: Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 346. \u2013 Vgl. Johann Staud, Der Katholikentag und seine Bedeutung, in: \u201eDas Kleine Volksblatt\u201c Nr. 139 vom 16. Juni 1929, S. 10f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref45\">[45]<\/a> Lehren und Weisungen der \u00f6sterreichischen Bisch\u00f6fe \u00fcber soziale Fragen der Gegenwart. Herausgegeben mit Zustimmung des hochw\u00fcrdigsten Herrn Kardinals und Erzbischofs von Wien Dr. Friedrich Gustav Piffl. Er\u00f6rterungen von Dr. Karl Lugmayer, Wien 1926.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref46\">[46]<\/a> https:\/\/www.vatican.va\/content\/pius-xi\/en\/encyclicals\/documents\/hf_p-xi_enc_19310515_quadragesimo-anno.html (zuletzt abgerufen am 10.02.2022).<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref47\">[47]<\/a> Otto Bauer, geb. 05.09.1881 Wien, Dr.jur., 1907 Mitherausgeber von \u201eDer Kampf\u201c, 1914 Kriegsdienst, 1919-1934 Abgeordneter zum Nationalrat, 1926 Sch\u00f6pfer des \u201eLinzer Programms\u201c, 1934 Flucht nach Br\u00fcnn, 1938 Flucht nach Paris, gest. 05.07.1938 Paris; bedeutendster F\u00fchrer der Sozialdemokratie in der 1. Republik, Begr\u00fcnder des Austromarxismus, Theoretiker der Sozialdemokratie. &#8211; Vgl.: Felix Czeike, Historisches Lexikon, Band 1, S. 275f.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref48\">[48]<\/a> Otto Bauer, Immer noch: W\u00e4chter, wie weit ist es in der Nacht? Eine Bilanz des Katholikentages und der katholisch-sozialen Tagung in Wien, in: Menschheitsk\u00e4mpfer. Monatsblatt der religi\u00f6sen Sozialisten Oesterreichs, 3. Jahrgang, Juli 1929, S. 4.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref49\">[49]<\/a> Kreixner, Hirte an der Zeitenwende, S. 346.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref50\">[50]<\/a> Bauer, Immer noch: W\u00e4chter, wie weit ist es in der Nacht?, S. 6.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref51\">[51]<\/a> Ebd. S.7.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref52\">[52]<\/a> Zu Kardinal K\u00f6nig: Annemarie Fenzl, Kardinal Franz K\u00f6nig. Erzbischof von Wien (1905-2004), in: Mikrut (Hg.), Faszinierende Gestalten, Band 11, S. 115-164.<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref53\">[53]<\/a> Franz Kardinal K\u00f6nig, in: Katholische Aktion \u00d6sterreichs (Hg.), \u00d6sterreichischer Katholikentag in Salzburg, 1. bis 3. Juni 1962. \u201eL\u00f6scht den Geist nicht aus!\u201c (Festf\u00fchrer), Wien 1963, S. 3.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine vergessene Huldigung an Papst Pius XI. Reinhard Gruber, MA Domarchivar zu St. Stephan in Wien und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des Karl von Vogelsang-Instituts Vom 14. bis 16. 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