{"id":1774,"date":"2019-05-02T14:35:13","date_gmt":"2019-05-02T12:35:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=1774"},"modified":"2019-05-23T21:29:33","modified_gmt":"2019-05-23T19:29:33","slug":"julius-raab","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=1774","title":{"rendered":"Julius Raab"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Julius Raab<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Julius Raab\nwurde am 29. November 1891 in St. P\u00f6lten geboren. Er absolvierte das Gymnasium\nin St. P\u00f6lten und Seitenstetten, wo er 1911 maturierte. Anschlie\u00dfend studierte\ner an der Technischen Hochschule (heute Universit\u00e4t) in Wien. Nach Absolvierung\ndes Einj\u00e4hrig-Freiwilligen Jahres war er w\u00e4hrend des 1. Weltkriegs als\nSappeur-Offizier einger\u00fcckt, ehe er die Ausbildung zum Bauingenieur abschloss\nund in die elterliche Baufirma eintrat. Zugleich begann er, sich in St. P\u00f6lten\nf\u00fcr die Christlichsoziale Partei politisch zu bet\u00e4tigen. 1927 wurde er in den\nNationalrat gew\u00e4hlt. Als Exponent der Christlichsozialen war er eine Zeitlang\nLandesf\u00fchrer der Heimwehr in Nieder\u00f6sterreich. 1934 wurde er Pr\u00e4sident des\nGewerbebundes und Mitglied des Bundeswirtschaftsrates. Im Februar 1938\nfungierte er als Bundesminister f\u00fcr Handel und Verkehr in der letzten Regierung\nSchuschnigg. Nach dem \u201eAnschluss\u201c wurde er mit Berufs- und Aufenthaltsverbot in\nseiner nieder\u00f6sterreichischen Heimat belegt, jedoch nicht verhaftet. Er ging\nnach Wien, wo er eine neue Baufirma mitbegr\u00fcndete und mit seinen politischen Gesinnungsfreunden\nin Kontakt blieb. So stellte er 1943 Leopold Figl in seiner Baufirma an, bis\ndieser im Oktober 1944 neuerlich verhaftet wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>In der im April\n1945 neu gegr\u00fcndeten \u00d6sterreichischen Volkspartei war Raab der f\u00fchrende\nVertreter der Wirtschaft und des Gewerbes. Als am 27. April 1945 die\nProvisorische Staatsregierung gebildet wurde, \u00fcbernahm er die Funktion des\nStaatssekret\u00e4rs (Ministers) f\u00fcr \u00f6ffentliche Bauten, \u00dcbergangswirtschaft und\nVerkehr. Raab stand als Landesparteiobmann der Nieder\u00f6sterreichischen \u00d6VP vor\nund wurde erster Obmann des Wirtschaftsbundes. Er gr\u00fcndete die Bundeskammer der\ngewerblichen Wirtschaft (heute Wirtschaftskammer \u00d6sterreich) und wurde deren\nerster Pr\u00e4sident. Nach der Nationalratswahl 1945 (und seinem von den Sowjets\nverhinderten Wiedereintritt in die Bundesregierung) wurde er Klubobmann des\n\u00d6VP-Parlamentsklubs. <\/p>\n\n\n\n<p>Nach den f\u00fcr die\n\u00d6VP unerfreulich verlaufenen Nationalratswahlen 1953 l\u00f6ste er Leopold Figl als\nBundeskanzler ab. Mit seiner geschickten Politik gegen\u00fcber der Sowjetunion\nerrang er den \u00d6sterreichischen Staatsvertrag und damit die volle Freiheit und\nSouver\u00e4nit\u00e4t f\u00fcr unser Land. Als Bundeskanzler bis 1961 stand er an der Wiege\ndes \u00f6sterreichischen Wirtschaftsaufschwungs nach dem Krieg. Danach bekleidete\ner wiederum das Amt des Pr\u00e4sidenten der Bundeswirtschaftskammer. Bereits von\nKrankheit gezeichnet, unterlag er bei der Bundespr\u00e4sidentenwahl 1963 gegen\u00fcber\nAdolf Sch\u00e4rf. Nur wenige Monate sp\u00e4ter, am 8. J\u00e4nner 1964, verstarb er in Wien.<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Julius Raab Julius Raab wurde am 29. November 1891 in St. P\u00f6lten geboren. Er absolvierte das Gymnasium in St. P\u00f6lten und Seitenstetten, wo er 1911 maturierte. Anschlie\u00dfend studierte er an &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1774"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1774"}],"version-history":[{"count":2,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1774\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1888,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1774\/revisions\/1888"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1774"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}