{"id":1766,"date":"2019-05-02T14:33:57","date_gmt":"2019-05-02T12:33:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=1766"},"modified":"2019-05-02T14:33:58","modified_gmt":"2019-05-02T12:33:58","slug":"jodok-fink","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/?page_id=1766","title":{"rendered":"Jodok Fink"},"content":{"rendered":"\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Jodok Fink wurde\n1853 im Bregenzerw\u00e4lder Ort Andelsbuch geboren. Er \u00fcbernahm die elterliche\nLandwirtschaft und begann sich ab 1879 auf regionaler politischer Ebene und im\nRahmen des entstehenden landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens zu engagieren.\nAb 1882 war er Mitglied des Gemeindevorstands seines Orts und ab 1888\nGemeindevorsteher. 1890 wurde er Vorarlberger Landtagsabgeordneter, eine\nFunktion, die er bis 1918 innehaben sollte. 1893 beteiligte er sich an Gr\u00fcndung\ndes \u201eChristlichsozialen Volksvereins f\u00fcr Vorarlberg\u201c. 1902 wurde er Obmann des\nchristlichsozialen Landtagsklubs, 1911 Landesstatthalter. 1897 erfolgte seine\nWahl in das Abgeordnetenhaus des \u00d6sterreichischen Reichsrates. Dort z\u00e4hlte er\nzu den Bef\u00fcrwortern der Einf\u00fchrung des allgemeinen und gleichen Wahlrechts.\nW\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs fungierte er als Direktor des k.k. Amtes f\u00fcr\nVolksern\u00e4hrung, das f\u00fcr die Lebensmittelversorgung der Zivilbev\u00f6lkerung w\u00e4hrend\ndes Ersten Weltkriegs zust\u00e4ndig war. <\/p>\n\n\n\n<p>Inzwischen war\nFink neben dem Ober\u00f6sterreicher Johann Nepumuk Hauser zu einem der f\u00fchrenden\nK\u00f6pfe der Christlichsozialen Partei aufger\u00fcckt, deren Schwergewicht sich nach\ndem Tod Luegers in Richtung der westlichen Kronl\u00e4nder verlagert hatte. Im\nOktober 1918 fungierte er f\u00fcr kurze Zeit als einer der drei Pr\u00e4sidenten der\nProvisorischen Nationalversammlung und geh\u00f6rte dem Pr\u00e4sidium des Staatsrates\nan. Nach den Wahlen zur Konstituierenden Nationalversammlung vom Februar 1919\nf\u00fchrte Fink seine Partei als Vizekanzler in eine gro\u00dfe Koalition mit den Sozialdemokraten.\nEr bekannte sich zu Kompromiss und demokratischer Zusammenarbeit genauso wie er\nf\u00fcr die Eigenstaatlichkeit \u00d6sterreichs eintrat und sich in seiner Vorarlberger\nHeimat gegen die Bestrebungen zu einem Anschluss des Bundeslandes an die Schweiz\naussprach. Mit mehreren Verfassungsgesetzen, wie dem Gesetz \u00fcber die\nVolksvertretung vom M\u00e4rz 1919 wurden wichtige demokratiepolitische\nWeichenstellungen vorgenommen. Insbesondere w\u00e4hrend der Abwesenheit des\nStaatskanzlers Karl Renner bei den Friedensverhandlungen von St. Germain erwarb\nsich Jodok Fink seinen Ruf als besonnener und auf Ausgleich bedachter\nPolitiker.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Oktober 1919\nwurde er Obmann der christlichsozialen Parlamentsfraktion. Im Juni 1920\nzerbrach die gro\u00dfe Koalition und Fink schied aus der Regierung aus. Er behielt\nseine Funktion als Klubobmann und blieb bis zu seinem Tod am 1. Juli 1929\nAbgeordneter zum Nationalrat. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jodok Fink wurde 1853 im Bregenzerw\u00e4lder Ort Andelsbuch geboren. Er \u00fcbernahm die elterliche Landwirtschaft und begann sich ab 1879 auf regionaler politischer Ebene und im Rahmen des entstehenden landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1766"}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1766"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1766\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1767,"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1766\/revisions\/1767"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.vogelsanginstitut.at\/at\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1766"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}